| Ev Tebroke |
| 25.02.2026 14:46 Uhr |
Im Rahmen der ABDA-Mitgliederversammlung diskutierten heute ABDA-Präsident Thomas Preis und die politischen Gesundheitsexperten einiger Bundestagsfraktionen (v.l.n.r. Moderator Alexander Müller, Chefredakteur der PZ; Thomas Preis, Simone Borchardt (CDU), Matthias Mieves (SPD) und Ates Gürpinar (Linke)). / © PZ/Tebroke
Die Zeit drängt, die Apothekerschaft drückt bei der Umsetzung der von der Koalition längst versprochenen Erhöhung des Fixums auf das Tempo. Heute hatte die ABDA zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Berlin geladen. Einstimmig votierten die Mitgliedsorganisationen für eine Resolution, die ihren Forderungen Nachdruck verleihen soll. Zudem starten die Apothekerinnen und Apotheker nun in die bundesweite Protestphase: Am 23. März soll es zu bundesweiten Kundgebungen und Demonstrationen kommen. Apotheken sollen an diesem Tag geschlossen bleiben, die Versorgung soll über die Notdienstklappe gewährleistet bleiben.
ABDA-Präsident Thomas Preis ging heute also mit deutlichen Zeichen in die politische Diskussionsrunde, zu der die ABDA geladen hatte. Der Zeitpunkt ist Programm: Das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) steht am Freitag erstmals zur Beratung im Bundestag. Die Apotheken stünden wirtschaftlich unter enormem Druck. Jeden Tag schließen demnach ein bis zwei Apotheken ihre Tore. Preis appellierte an die Politik: »Handeln Sie, handeln Sie, handeln Sie!«
Auf dem Podium diskutierte er mit Simone Borchardt (CDU), gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Matthias Mieves, Gesundheitsexperte der SPD, sowie dessen Pendant bei der Linkspartei, Ates Gürpinar. Die Moderation übernahm Alexander Müller, Chefredakteur der Pharmazeutischen Zeitung.
Preis erinnerte an das Versprechen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), dass das Fixum sicher kommt. Mit Blick auf die angekündigten Proteste sagte er: »Wir kämpfen nicht gegen, sondern für etwas.« Es sei eine Unterstützung für die Ministerin, damit sie die versprochene Honorarerhöhung schnell umsetzen kann. Denn Fakt ist: Bislang bleibt die Politik den Apothekerinnen und Apothekern das versprochene höhere Honorar von 9,50 Euro schuldig.