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Augenärzte warnen
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Besser keine Kontaktlinsen im See oder Pool tragen

Kontaktlinsen können Kleinstverletzungen im Auge fördern und gelten als großes Risiko für Hornhautentzündungen mit Akanthamöben als winzige, allgegenwärtige Parasiten. Das Infektionsrisiko kann durch Schwimmen mit Haftschalen in Seen oder schlecht gereinigten Freibädern und Pools noch zusätzlich gesteigert werden.
AutorKontaktChristiane Berg
Datum 10.05.2022  12:00 Uhr

Was sind die Symptome einer Amöben-Keratitis?

Eine Akanthamöben-Infektion macht sich durch ein verschlechtertes Sehvermögen und Rötung der Augen sowie teils auffällig starke Schmerzen bemerkbar. Die Betroffenen seien zudem blendungsempfindlich und kneifen häufig die Augen. Nach kurzer Zeit zeige sich eine entzündliche, mitunter auch ringförmige Trübung in der Hornhaut. Wer Kontaktlinsen trägt und innerhalb der ersten Woche nach einem Badeausflug unter den beschriebenen Symptomen leidet, sollte nicht zögern und sich sofort in augenärztliche Behandlung begeben. 

Der Nachweis der Parasiten erfolgt unter anderem über Abstriche, Gewebeproben und bildgebende Verfahren, kann sich jedoch schwierig gestalten. Es kommt häufig zu Fehldiagnosen. »Oft wird die Akanthamöben-Keratitis mit einer Herpesvirus-Infektion verwechselt«, erläutert der Kölner Hornhautexperte.

Rechtzeitig und richtig diagnostiziert ermögliche die frühe Identifikation einer Amöbenkeratitis jedoch eine erfolgreiche Therapie, die von der topischen Antibiotika/Antiseptika-Kombinationsbehandlung bis hin zur chirurgischen Intervention reichen kann. Das könne allerdings sehr lange dauern und Monate intensiver Therapie erfordern. Nicht selten sei eine Hornhauttransplantation unumgänglich.

Bachmann macht wie die Studienautoren deutlich, dass sich durch Schärfung des Bewusstseins der Allgemeinbevölkerung für die Notwendigkeit der strikten Sorgfalt und Pflege der Linsen beziehungsweise frühzeitigen Diagnose und Behandlung der Keratitis Komplikationen jedoch vermeiden lassen.

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