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Katarakt-Operation
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Fokus auf die Begleitmedikation

Bei einer Katarakt-Operation wird die trübe Linse mittels Sonografie zerkleinert, abgesaugt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Wie die medikamentöse Begleittherapie aussieht und warum die OP bei Männern mit Prostatahyperplasie erschwert sein kann, verriet Professor Dr. Karl Ulrich Bartz-Schmidt beim Pharmacon in Schladming.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 23.01.2023  15:30 Uhr

Medikamentöse Nachbehandlung

Für die Oparation würden weiterhin Viskoelastika wie Gele mit Hyaluronsäure oder Methylcellulose gebraucht, welche die vordere Augenkammer stabilisieren. Diese müssen zum Ende der OP vollständig abgesaugt werden, um einen erhöhten Augeninnendruck zu vermeiden. Auch die Einmalgabe des Carboanhydrase-Hemmers Acetazolamid könne einem übermäßigen Druckanstieg vorbeugen.

Um einer Entzündung des Augeninneren (Endophthalmitis) vorzubeugen, appliziere man zum Abschluss der Katarakt-Operation das β-Lactam-Antibiotikum Cefuroxim in die vordere Augenkammer, informierte Bartz-Schmidt. Schließlich folge als Nachbehandlung der Operation eine Therapie mit antibiotischen und mit steroidhaltigen Augentropfen über zehn Tage. Letztere müssten anschließend über neun weitere Tage ausgeschlichen werden.

»Die Linsenchirurgie ist eine wahre Erfolgsgeschichte der Medizin«, resümierte Bartz-Schmidt. Mit mehr als 800.000 Eingriffen pro Jahr sei die Katarakt-Operation der häufigste chirurgische Eingriff in der Augenheilkunde.

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