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Gut 2000 Referenzen
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Beatles sind der Hit bei Forschenden

Beatles-Songs sind nicht nur in den Charts ein Dauerbrenner – auch in der Wissenschaft. Eine Analyse zeigt, wie häufig die Popband in wissenschaftlichen Fachartikeln auftaucht – von Long Covid bis Patentrecht.
AutorKontaktdpa
Datum 23.09.2026  08:00 Uhr

»Love is all you need« – nötig erscheint einigen Forschungsteams aber auch die Unterstützung einer der berühmtesten Popbands der Welt: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bedienen sich zumindest beim Verfassen ihrer Fachartikel sehr gern bei den Texten der Beatles. Das zeigt eine im Fachjournal »PLOS One« veröffentlichte Analyse eines niederländischen Teams.

Forschende nutzten regelmäßig popkulturelle Referenzen, besonders häufig aus der Musik, erklärt das Team um Gabriel Budel von der University of Technology in Delft. Eine sorgfältig ausgewählte kulturelle Referenz könne dazu beitragen, dass sich Menschen besser an Inhalte erinnern könnten – und somit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern helfen, mit ihren Forschungserkenntnissen ein größeres Publikum als nur die eigene Fachöffentlichkeit zu erreichen.

Liedtexte in der Forschung

Die Forschenden glichen mit Hilfe von KI-Modellen eine kuratierte Liste populärer Beatles-Songtitel und -texte mit Studien verschiedenster wissenschaftlicher Disziplinen ab. Dafür nutzten sie Scopus, eine Datenbank wissenschaftlicher Publikationen. Insgesamt fand das Team darin 2237 exakte Beatles-Referenzen und 963 Beispiele für kreative Wortspiele mit den Texten oder Titeln. Medizinische und sozialwissenschaftliche Studien dominierten dabei, aber auch in der Ökonomie, den Umweltwissenschaften oder künstlerischen Disziplinen kamen die Referenzen vor. Die Veröffentlichungen reichen von den 70er-Jahren bis ins Jahr 2025.

»Einige davon sind wirklich genial. »The lung and winding road« ist ein Artikel über Long Covid, in dem lediglich ein Vokal ausgetauscht wurde«, sagt Erstautor Budel mit Blick auf den Song »The Long and Winding Road« von 1970. Der Song »Everybody’s Got Something to Hide Except Me and My Monkey« hingegen habe Patentrechtsforscher zu dem Studientitel »Everybody’s Got Something to Hide Except Me and My Patented Monkey« inspiriert. »Da hatte wohl jemand einen sehr guten Tag an seinem Schreibtisch«, freut sich Budel.

Songs hoffnungsvoller als die Papers

Das Forschungsteam stellte eine interessante Tendenz fest: Der Optimismus der Beatles-Texte verkehre sich in den wissenschaftlichen Veröffentlichungen oft ins Gegenteil, erklärt Co-Autor Michiel Tjepkema – etwa im Fall von »With a little help from my enemies« oder »Although it helps, love is not all you need«. »Die Songs sind hoffnungsvoll, die Paper sind skeptisch«, sagt Tjepkema.

Die Top-Ten-Beatles-Songs kamen in insgesamt 1584 Titeln von Fachartikeln vor. Damit liegen die Briten weit vor Elvis Presley, dessen Top-Ten-Songs in 196 Artikeln Einzug erhielten, und Michael Jackson mit 65 Referenzen zu seinen populärsten Songs.

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