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Lieferengpässe
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Bayerische Staatsregierung will Importförderklausel streichen

Zur Bekämpfung der Arzneimittel-Lieferengpässe wird oft darüber gesprochen, dass Medikamente häufiger in Europa produziert werden sollten. Auch Bayerns Staatsregierung fordert das in einer Antwort auf eine SPD-Anfrage. CSU und Freie Wähler gehen aber noch weiter und schlagen mit Blick auf die Coronakrise einige Änderungen im Apothekenmarkt vor.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 21.08.2020  16:30 Uhr

Import-Klausel stört den Freistaat schon länger

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Bayern gegen die Importförderklausel ausspricht. Ende 2019 hatte die Staatsregierung die Ergebnisse des Bayerischen Pharmagipfels präsentiert und schon damals die Klausel als »überflüssig« bezeichnet. Außerdem hat auch der Bundesrat in den vergangenen Jahren mehrere Versuche unternommen, die Importpflicht zu streichen.

Nicht zuletzt deswegen waren die Importe auch immer wieder Thema im Bundestag. Zuletzt hat es rund um das Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AMVSG) heftige Diskussionen dazu gegeben. Kurzzeitig lag sogar ein Entwurf des Gesetzes vor, der die Streichung des dazugehörigen Passus aus dem SGB V vorsah. Allerdings konnte sich das Bundesgesundheitsministerium (BMG) damit nicht durchsetzen. Letztlich wurde die Klausel mit dem AMVSG neu formuliert, die Rahmenvertragspartner (Deutscher Apothekerverband und GKV-Spitzenverband) haben die Import-Bedingungen daraufhin neu ausgehandelt.

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