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Digitale Identitäten
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Barmer verschiebt Gesundheitskarte in die virtuelle Welt

Bis 2023 müssen die Krankenkassen digitale Identitäten für Krankenversicherte geschaffen haben. Die Barmer Krankenkasse will ihren Versicherten nun anbieten, ihre Versichertenkarte auf das Smartphone und ins Web zu holen.
AutorKontaktCornelia Dölger
AutorKontaktdpa
Datum 29.06.2022  14:15 Uhr

Digital-EGK könnte für Versender relevant werden

Als Transportweg des E-Rezepts von der Arztpraxis in die Apotheke sieht die vom Bundesgesundheitsministerium dominierte Gematik bislang ausschließlich die von ihr entwickelte E-Rezept-App fürs Smartphone oder Ausdrucke vor. Die E-Rezept-App ist aber ein Kanal, der wegen seines komplizierten Anmeldemechanismus‘ per NFC-Technologie immer wieder in der Kritik steht und als wenig verbraucherfreundlich gilt. Simpler sollte es per Elektronischer Gesundheitskarte (EGK) gehen. Hierbei sollten die Versicherten die EGK in der Apotheke vorlegen, um den Apothekenteams den Zugriff auf die offenen E-Rezepte zu gestatten. Der Bundestag beauftragte die Gematik, diesen Transportweg zu etablieren, was diese auch umsetzte und die technischen Voraussetzungen schuf – allerdings liegt das Projekt inzwischen auf Eis. Grund dafür ist das Einschreiten einiger Versender, die in dem Übertragungsweg per EGK Nachteile für sich sehen. Ein Rechtsgutachten soll das klären, es steht noch aus. Die neue Digital-Version der Barmer für die EGK könnte diesbezüglich aber interessant werden. Denn der niederländische Versandkonzern Doc Morris hatte erklärt, dass er das E-Rezept auf der EGK nur akzeptieren werde, wenn die Patienten ihre EGK auch digital verwenden könnten, um an Doc Morris E-Rezepte weiterzuleiten.

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