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Sonderprüfungen nach AvP-Pleite
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Bafin nimmt weitere Abrechner unter die Lupe

Nach der Insolvenz des Düsseldorfer Apothekenabrechners AvP nimmt die Finanzaufsicht Bafin weitere Factoring-Anbieter aus dem Gesundheitssektor unter die Lupe. Wegen möglicher Abrechnungsmängel führe die Behörde eine Sonderprüfungskampagne durch, schreibt das »Handelsblatt« heute. Auch die Politik hat demnach auf die AvP-Panne reagiert.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 25.02.2021  15:00 Uhr

Vier-Augen-Prinzip für Unternehmensleitung

Auch die Politik hat inzwischen auf das Debakel reagiert. In einem auf der Website des Bundesfinanzministeriums einsehbaren Regierungsentwurf für das so genannte Schwarmfinanzierungs-Begleitgesetz finden sich Passagen, die der Bafin mehr Durchschlagskraft verleihen sollen. »Die Gefahrenabwehrmaßnahmen bei der Leasing- und Factoringaufsicht werden erweitert«, heißt es erläuternd zu der im Rahmen der Novelle geplanten Änderung des Kreditwesengesetzes.

Bislang verfüge die Behörde hierbei über wenige Möglichkeiten. Eine solche Zusatzabwehr sei aber sinnvoll, nicht nur bei Banken, sondern auch bei Leasing- und Factoringfirmen. Sie könne dabei helfen, »die Gläubiger wirksamer vor schädlichen Mittelabflüssen zu schützen« – das habe »die Erfahrung gezeigt«. Zudem sollen demnach künftig immer zwei Geschäftsführer das Unternehmen leiten, ein Vier-Augen-Prinzip, das für mehr gegenseitige Kontrolle sorgen soll.

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