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Lavendelöl

Kein Hangover, keine Absetzphänomene

11.07.2018
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PZ / Im Gegensatz zu den meisten chemisch-synthetischen Anxiolytika und Hypnotika ist die Einnahme des patentierten Lavendelöl-Extraktes Silexan® in Lasea® frei von Hangover-­Effekten, Alltagsmüdigkeit oder einer Minderung der Aufmerksamkeit.

 

Das betonte Professor Dr. Hans-Peter Volz vom Krankenhaus für Psychiatrie Schloss Werneck auf einer Presseveranstaltung von Schwabe in Hamburg. »Als Phytopharmakon gegen ängst­liche Verstimmung und innere Unruhe und somit auch gegen Stress- und ­Nervositäts-bedingte Schlafstörungen wirkt Silexan nicht sedierend und beeinträchtigt nicht die Funktionstüchtigkeit im Alltag«, so Volz mit Verweis auf die dem pflanzlichen Heilmittel zugrundeliegenden Wirkmechanismen. 

Diese werden den Inhaltsstoffen Linalool und Linalylacetat zugeschrieben, die sich durch modulierende Effekte auf präsynaptische Calcium-Kanäle auszeichnen. »Der bei Angststörungen extensive postsynaptische Calcium-Einstrom und die somit exzessive Freisetzung von Neurotransmittern werden gemindert. Hyperaktive Neurone werden normalisiert. Der Teufelskreis aus innerer Anspannung und Schlaf­losigkeit wird durchbrochen«, erklärte Volz.

 

Der Referent hob die gemäß aktueller Studienlage signifikante Überlegenheit von Silexan gegenüber Placebo sowie die analoge Wirksamkeit des ­Lavendelölextrakts (80 mg pro Weichkapsel) im Vergleich zu Paroxetin und Lorazepam hervor. Mit dem Wirkeintritt sei nach etwa ein bis zwei Wochen zu rechnen. »Der Lavendelölextrakt ist nachgewiesen wirksam bei Schlafstörungen infolge einer Angsterkrankung, wobei er jedoch nicht konzentrations- beziehungsweise tagesaktivitätsmindernd wirkt«, sagte Volz.

 

»Auch die Fahr- und Verkehrstüchtigkeit bleibt erhalten«, ergänzte Dr. Annabelle Schnaith, Apothekerin aus Hannover. Zudem könne der patentierte Lavendelöl-Extrakt im Gegensatz zu den meisten chemisch-synthetischen Anxiolytika und Hypnotika von einem Tag auf den anderen Tag abgesetzt werden. Es treten keine Absetzphänomene auf, betonte die Pharmazeutin, die mit Blick auf die Ergebnisse von mehr als 15 Studien an mehr als 2500 Patienten von einer evidenzbasierten Datenlage sprach. /

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