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BPI Daten 
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Auch die Pharma-Branche schwächelt 

Die neuen Wirtschaftsdaten des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie zeichnen ein durchwachsenes Bild von der Entwicklung des Pharmastandorts Deutschland. Auch die Apotheken verkauften im Jahr 2023 weniger Arzneimittel. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 12.12.2024  12:00 Uhr

Milliarden für Medikamente 

Im Jahr 2023 wurden 731 Millionen Verordnungen zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) getätigt. Der Anteil der Humanarzneimittel an allen Verordnungen beträgt rund 93 Prozent. Gegenüber 2022 ist die Gesamtzahl der Verordnungen um 0,5 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 2023 Arzneimittel im Wert von 54,3 Milliarden Euro zu Lasten der GKV umgesetzt, das entspricht einem Wachstum von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die häufig kritisierten homöopathischen Arzneimittel machten mit 6,6 Millionen Euro nur 0,01 Prozent der gesamten GKV-Arzneimittelausgaben aus.

Insgesamt wurden 2023 1,7 Milliarden Packungen Arzneimittel von Apotheken und Versandhändlern abgegeben. Davon entfielen 53,3 Prozent auf nicht verschreibungspflichtige Medikamente, deren Kosten fast ausschließlich von den Patientinnen und Patienten selbst getragen werden. Der Umsatz mit OTC-Produkten brach in den Pandemiejahren deutlich ein, konnte sich danach aber wieder erholen. 2022 wuchs der OTC-Markt um 9,9 Prozent, 2023 um 6,7 Prozent. 

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