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CDU-Abgeordneter bei Noweda 
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Auch der Großhandel klagt über Lauterbach 

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff hat die Noweda-Niederlassung in Essen besucht um sich über die Situation des Pharmagroßhandels zu informieren. Apotheken ohne Apotheker erteilte der Christdemokrat eine Absage. 
AutorKontaktPZ
Datum 07.10.2024  17:30 Uhr
Auch der Großhandel klagt über Lauterbach 

Viele Unternehmen des Mittelstandes fühlt sich von der Politik im Stich gelassen. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Dies gilt auch für die stationären Apotheken und den pharmazeutischen Großhandel.

Nach wie vor ist nicht klar, wie es mit der geplanten Apothekenreform weitergeht. Eigentlich wollte Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD) sein Apothekenreformgesetz (ApoRG) längst im Kabinett beschließen lassen. Es gibt jedoch heftigen Widerstand.

Konkret stoßen sich die Kritiker vor allem an dem Teil der Reform, der den Betrieb von Apotheken ohne die Präsenz eines oder einer Approbierten vorsieht. Dies war laut einer Pressemitteilung der Genossenschaft eines der Themen, über das sich Stefan Rouenhoff, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Wirtschaftsausschuss, mit Noweda-Chef Michael Kuck und Vertriebsvorstand Udo Harneit in der Noweda-Zentrale in Essen ausgetauscht hat.

Im Gespräch betonte der Politiker den hohen Stellenwert der Apotheken – schließlich seien deren Leistungen für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung immens wichtig. Entsprechend erteilte Rouenhoff den Plänen von Gesundheitsminister Lauterbach, der sich unter anderem für »Light-Apotheken« ausgesprochen hat, eine klare Absage.

»Die Apotheken spielen eine wichtige Rolle in der flächendeckenden Gesundheitsversorgung in Deutschland. Wir sollten alles dafür tun sie zu stärken, statt zu schwächen. Dies gilt nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Landärztemangels und den Auswirkungen des demografischen Wandels. Eine Apotheke ohne Apothekerin oder Apotheker kann und will ich mir deshalb nicht vorstellen«, so Rouenhoff.

Das sieht auch Michael Kuck so: »Eine Apotheke ohne Apotheker ist der Einstieg in die Zwei-Klassen-Medizin und damit in die Zwei-Klassen-Versorgung.«

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