Zu Jahresbeginn gab es in Mosambik eine schwere Überschwemmung. / © Imago/Xinhua
Zum Jahreswechsel wurde Mosambik von einer der schwersten Überschwemmungskatastrophen der vergangenen Jahrzehnte getroffen. Die Wassermassen brachten die Gefahr eines Choleraausbruchs mit sich. Daher reisten der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB) und Apotheker ohne Grenzen (AoG) in das ostafrikanische Land, um einen Ausbruch der Krankheit zu verhindern und Gesundheitspersonal zu schützen. Jetzt kehren die Nothilfeteams zurück und ziehen ein positives Fazit.
Laut einer Pressemitteilung von Apotheker ohne Grenzen leistete die schnelle ASB-Nothilfeeinheit FAST (First Assistance Samaritan Team) in Kooperation mit AoG in der Provinz Tete, einem Brennpunkt des Cholera-Infektionsgeschehens im Nordwesten des Landes, einen maßgeblichen Beitrag zur Eindämmung und Prävention der Durchfallerkrankung. Durch den Aufbau von Cholera-Behandlungsstationen sowie die Inbetriebnahme von Wasserfiltersystemen konnte die Versorgungslage in der betroffenen Region demnach spürbar verbessert werden.
Edith Wallmeier, ASB-Geschäftsführerin Einsatzdienste und Bildung, berichtet: »Unsere Einsatzteams wurden von der lokalen Bevölkerung mit offenen Armen empfangen. Dieses Vertrauen trug ebenso zum Gelingen des Projekts bei wie die hervorragende Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen Apotheker ohne Grenzen und Watsan Mozambique. Unser besonderer Dank gilt allen beteiligten Ehrenamtlichen, deren freiwilliges Engagement einen echten Unterschied gemacht hat.«
»Nach mehreren gemeinsamen Trainings mit dem ASB in den vergangenen beiden Jahren war das unser erster gemeinsamer Nothilfe-Einsatz«, sagt AoG-Vorstandsmitglied Petra Isenhuth, die den Einsatz als pharmazeutische Einsatzkraft begleitete. »Wir waren eng abgestimmt und die Rollen klar verteilt – das ist eine wichtige Voraussetzung bei der Bewältigung solcher Ausnahmesituationen wie sie eine Nothilfe immer darstellt. Im Einsatz hat mich die Tatkraft der Menschen vor Ort nachhaltig beeindruckt. Die Freiwilligen stellen ihre persönlichen Verpflichtungen zurück, um ihre Communities zu unterstützen – dieses Engagement verdient größten Respekt.«
Nach Angaben von AoG waren die ehrenamtlichen Teams rund zweieinhalb Wochen (vom 16. Februar bis 3. März 2026) mit insgesamt zwölf Einsatzkräften in der Provinz Tete im Nordwesten Mosambiks. Dort kämpften sie gegen einen unsichtbaren Feind: Zwar blieb die Region von den großflächigen Überschwemmungen im Land infolge schwerer Regenfälle verschont. Doch die Cholera-Epidemie hatte sich bereits bis dorthin ausgebreitet, die Fallzahlen sind in Tete landesweit mit am höchsten.
In der abgelegenen Siedlung Nhansosa leben geschätzt 4000 Menschen, darunter viele Familien mit Kindern, ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung – ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Durchfallkrankheiten, mehrere Todesfälle waren bereits zu verzeichnen.