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Kammerversammlung Hessen
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Apotheker diskutieren mit Optendrenk

»Was erwarten Sie? Und was wollen Sie?« In der letzten Kammerversammlung dieser Legislaturperiode bot sich für die Delegierten der LAK Hessen der direkte und offene Austausch mit Staatssekretärin Sonja Optendrenk (CDU). 
AutorKontaktElke Wolf
Datum 20.11.2024  17:28 Uhr

Neuregelung Notdienst

Von wegen gemeinsame Strategie: Für einige Unruhe hatte seit dem Deutschen Apothekertag (DAT) eine geplante Satzungsänderung der ABDA gesorgt, die die Rolle der Hauptversammlung der Deutschen Apothekerinnen und Apotheker betrifft. In München hatte ein dort beschlossener Adhoc-Antrag hessischer Delegierter die Satzungsänderung infrage gestellt – denn damit sei eine Entmachtung des Apothekerparlaments verbunden. Vielmehr solle die Mitgliederversammlung einen Ausbau und eine Stärkung des DAT prüfen. Während der Delegiertenversammlung in Eschborn sagte Funke der Rücknahme der Satzungsänderung ihre volle Unterstützung zu. Mittlerweile wurde bekannt, dass die ABDA am 11. Dezember in ihrer Mitgliederversammlung darüber diskutieren wird.

In Funkes Bilanz der zurückliegenden Legislaturperiode durfte die hart erkämpfte Neureglung des Nacht- und Notdienstes mit Beginn des Jahres 2024 nicht fehlen. Diese bringe wesentliche Erleichterungen gerade für die Apotheken, die in der Vergangenheit besonders belastet gewesen waren. Folgende Zahlen beweisen die positiven Folgen der neuen Notdiensteinteilung: Im Jahr 2023 hatten die hessischen Apotheken 34.000 Dienste abzuleisten, nach der Umstellung sind es in diesem Jahr nur noch 23.000. 2025 werden es nur noch 20.000 Dienste sein; Nachbesserungen kommen vor allem für den Frankfurter Raum.

Durch eine Änderung der Dienstbereitschaftsrichtlinie wurde die Maximalentfernung zwischen den öffentlichen Apotheken im ländlichen Raum von 20 auf 25 Kilometer angehoben. Neben den größeren Zuschnitten wurde gleichzeitig auf ein digitales System umgestellt, das geodatenbasiert die Apotheken zur Dienstbereitschaft einteilt. Funke: »Hessen und Rheinland-Pfalz waren dabei Vorreiter. Nächstes Jahr werden Bayern und Baden-Württemberg mit diesem System folgen, 2026 dann Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.«

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