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Reformpläne
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Apothekenproteste in vier Städten

Am 23. März wird es wieder bundesweite Apothekenproteste geben. Geplant sind Apothekenschließungen und Aktionen in Berlin, München, Hannover und Düsseldorf. 
AutorKontaktPZ
Datum 26.02.2026  13:30 Uhr

Ganz frisch ist der Beschluss der außerordentlichen ABDA-Mitgliederversammlung, dass die Apothekerschaft erneut auf die Straße gehen wird, um die Dringlichkeit einer Honoraranpassung nach außen zu tragen. Geplant sind Protestveranstaltungen, die Verbände werden zudem zu Schließungen aufrufen. Als Standorte vorgesehen sind Berlin, München, Hannover und Düsseldorf. Die ABDA-MV beschloss gestern zudem einstimmig eine Resolution gegen die »Apotheke light«.

In Berlin ist nach jetzigem Stand eine Demonstration mit Umzug geplant, Details stehen noch nicht fest. Die Kammer Berlin bekräftigte heute ihre Unterstützung des ABDA-MV-Beschlusses. Mit den bundesweiten Protesten setzten die Apothekenteams »ein deutliches Zeichen für ihre wirtschaftliche Zukunft und die Sicherung der flächendeckenden Versorgung«, hieß es.

Kammerpräsidentin und ABDA-Vize Ina Lucas betonte in einer Mitteilung: »Die Proteste sind ein Weckruf an die Bundesregierung, endlich zu handeln! Vor-Ort-Apotheken sichern eine wohnortnahe und verlässliche Gesundheitsversorgung. Eine zukunftsfähige Apothekenstruktur ist kein Selbstzweck! Sie ist die Voraussetzung für eine sichere pharmazeutische Gesundheitsversorgung und Prävention – gerade in Zeiten wachsender Versorgungsanforderungen.«

Kammer Berlin: Reformpläne überarbeiten

Die aktuelle Fassung der Reformpläne sei nicht geeignet, die bestehenden Probleme der Apothekerschaft umfassend zu lösen. Die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken verschlechtere sich weiter, das Apothekensterben halte an. Die Kammer Berlin schließe sich mithin der ABDA-Resolution an, die fordert, die wirtschaftliche Lage der Apotheken unverzüglich zu verbessern und die Reformpläne zu überarbeiten.

In Düsseldorf, wo vor rund zweieinhalb Jahren mit mehr als 7500 Teilnehmenden die damals größte Protestaktion stattfand, liegt als Versammlungsort der Burgplatz in unmittelbarer Nähe des nordrhein-westfälischen Landtags im wahrsten Sinn nahe – bestätigt ist er aber bislang nicht. In München wird entweder der Odeons- oder der Marienplatz in der Innenstadt Proteststandort sein; beide sind nach Informationen der PZ für die Aktion reserviert, eine Entscheidung steht demnach noch aus. Noch keine Informationen zum genauen Versammlungsort gibt es aus Hannover.

Auch was genau geplant ist – Umzug, Kundgebung oder anderes –, steht heute noch für keinen Standort fest. Die Verbände haben mit den Vorbereitungen begonnen.

AVWL: »Keine andere Möglichkeit mehr«

Der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) ließ kurz nach dem Protestbeschluss wissen, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt alternativlos sei. »Wir sehen keine andere Möglichkeit mehr, die Politik endlich davon zu überzeugen, dass die Apotheken stabilisiert werden müssen, um das seit Jahren anhaltende Apothekensterben endlich zu beenden«, so der AVWL-Vorsitzende Thomas Rochell in einer Mitteilung. 

Die Apotheken protestierten im Interesse ihrer Patientinnen und Patienten, »die wir auch in Zukunft bestmöglich versorgen wollen«, so Rochell. »Deshalb möchte ich die Bürgerinnen und Bürger noch einmal bitten: Unterstützen Sie uns. Kommen Sie gern mit nach Düsseldorf – und unterschreiben Sie unsere Online-Petition, mit der wir die Politik zum Einlenken bewegen wollen.«

Kammer und Verband Nordrhein informieren

Apothekerkammer sowie -verband Nordrhein informierten ihre Mitglieder über die anstehenden Proteste. Alle Apotheken  seien aufgerufen, sich am Protesttag aktiv zu beteiligen und die Teilnahme an der Demonstration in Düsseldorf fest einzuplanen.

Der März sei die entscheidende Phase des Gesetzgebungsverfahrens im Bundestag. Jetzt müsse politischer Druck auch mit den Kundgebungen aus den Bundesländern erzeugt werden. Zum bundesweiten Protesttag sowie zum Ablauf der Demonstration in Düsseldorf würden die Mitglieder weiter informiert.

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