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Saison 2020/2021
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Apotheken geben deutlich mehr Grippe-Impfdosen ab 

Die Grippesaison 2020/2021 hat den Apotheken einiges abverlangt. Insgesamt gaben die Offizinen ein gutes Drittel mehr Impfdosen ab als in der Vorsaison. Das geht aus Zahlen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI) hervor. Auch in diesem Jahr ist die Nachfrage nach Influenza-Impfstoffen groß. Vor allem das Hochdosis-Vakzin Efluelda® wird häufig eingesetzt.
AutorKontaktStephanie Schersch
Datum 03.01.2022  09:00 Uhr
Absatz regulärer Grippevakzine ist eingebrochen

Absatz regulärer Grippevakzine ist eingebrochen

Inzwischen wird der Impfstoff offiziell für Menschen ab 60 Jahren empfohlen. Verpflichtend ist der Einsatz zwar nicht, trotzdem scheint Efluelda für die meisten Praxen das Mittel der Wahl. Das hatten zuletzt auch aktuelle Daten zu den Impfstoffausgaben der Krankenkassen nahegelegt. Die Hersteller regulärer Grippevakzine bekommen diese Entwicklung recht deutlich zu spüren: Zwischen Juli und Oktober brach der Absatz fast aller Influenza-Impfstoffe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 bis 50 Prozent ein.

Lediglich Flucelvax (5,3 Dosen pro 1000 GKV-Versicherte beziehungsweise plus 25 Prozent) und das Seqirus-Präparat Afluria® Tetra (3,5 Dosen pro 1000 GKV-Versicherte beziehungsweise plus 106 Prozent) gaben die Apotheken häufiger ab. Zu einem Teil könnte das allerdings auch auf die bessere Verfügbarkeit dieser Präparate im Vergleich zum Saisonstart im Herbst 2020 zurückzuführen sein. Insgesamt rechneten die Apotheken zwischen Juli und Oktober 2021 5 Prozent mehr Grippeimpfstoffe ab als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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