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Securpharm
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Alarm ohne Folgen

Die meisten Meldungen des Sicherheitssystems Securpharm stellen sich als Fehlalarme heraus. Laut ABDA sind häufig doppelte Ausbuchungen oder Scannerprobleme schuld daran. Derzeit kommt es zu rund 15.000 Alarmen am Tag.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 26.05.2020  15:40 Uhr
Behörden werden Verstößen künftig nachgehen

Behörden werden Verstößen künftig nachgehen

Wer dabei helfe, solche Fehlerquellen zu beheben, stärke das gesamte europäische Fälschungsschutzsystem, betont die ABDA. Außerdem weist sie darauf hin, dass legitimierte Aufsichtsbehörden perspektivisch die Möglichkeit erhalten sollen, selbständig Prüfpfade abzufragen. Das bedeutet, diese bekommen dann die Informationen zu allen Akteuren, die Anfragen zu einer Packung ausgelöst haben. »Potenzielle Verstöße gegen die Fälschungsschutzrichtlinie können dann deutlich leichter und umfassender nachverfolgt werden.« Derzeit dürfen die Behörden Prüfpfade nur auf Anfrage einsehen. Sollte sich das ändern, will unter anderem die ABDA die Apotheken über die erweiterten Zugriffsmöglichkeiten informieren. Das könne jedoch auch kurzfristig sein, warnt die Bundesvereinigung.

Ziel des europaweiten Überwachungsmechanismus ist es zu ermitteln, ob und an welcher Stelle gefälschte Arzneimittel in die legale Lieferkette gelangt sind. In Deutschland steht hinter dem Schutzsystem die Initiative Securpharm, ein Zusammenschluss von Herstellern, Apothekern und Großhändlern.

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