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RSV-Impfstoff
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Abrysvo in der EU zugelassen

Das respiratorische Synzytial-Virus, kurz RSV, bekommt starken Gegenwind. Ein Impfstoff für Ältere ist bereits verfügbar, Ende der Woche kommt Nirsevimab zur passiven Immunisierung von Neugeborenen und Säuglingen auf den Markt und nun wurde der erste RSV-Impfstoff zur maternalen Impfung zum Schutz von Säuglingen in der EU zugelassen. Die Firma will die Vakzine noch für die RSV-Saison 2023/24 verfügbar machen.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 28.08.2023  18:00 Uhr

Volle Pipeline bei RSV

Abrysvo wird zurzeit auch bei Kindern im Alter zwischen zwei und unter 18 Jahren untersucht, die ein erhöhtes Risiko haben, an RSV zu erkranken. In einer anderen Studie wird der Impfstoff bei Erwachsenen von 18 bis 60 Jahren untersucht, die aufgrund von Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes und COPD ein erhöhtes RSV-Risiko haben, sowie bei Erwachsenen ab 18 Jahren, die aufgrund einer Immunsuppression ein erhöhtes RSV-Risiko haben.

Damit aber noch kein Ende: Die Firma Moderna hat zum Beispiel einen mRNA-Impfstoff gegen RSV für Ältere zur Zulassung in der EU eingereicht und die Firmen Novavax und MSD befinden sich derzeit in Phase III der klinischen Erprobung ihrer Kandidaten aus der Pipeline. Clesrovimab von MSD ist wie Nirsevimab und das seit mehr als 20 Jahren bekannte Palivizumab eine passive Immunisierung für Säuglinge und Kleinkinder. Der proteinbasierte Impfstoffkandidat von Novavax soll wiederum Schwangeren verabreicht werden, damit diese die gebildeten Antikörper an ihr Kind weitergeben.

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