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Kassen-Analyse
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ABDA widerspricht Barmer bei Botendienstquote

Die Barmer hat eine Analyse zu Apotheken-Botendiensten vorgelegt, nach der sich die Versorgung durch die Auslieferungen in den vergangenen Jahren nicht verbessert hat. Die ABDA widerspricht vehement und belegt, dass die Apotheken ihre Botendienste sogar ausgebaut haben.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 01.11.2022  15:30 Uhr

Mehr Apotheken fahren mehrmals täglich

Ein Blick in das Datenpanel der ABDA zeigt auch, dass es immer mehr Apotheken gibt, die ihre Botendienst-Aktivitäten seit 2019 ausgebaut haben. Demnach liegt die Zahl der Apotheken, die einmal am Tag eine Botendienst-Tour fahren, seit 2019 konstant bei rund 50 Prozent. Allerdings ist die Zahl der Betriebsstätten, die mehrmals täglich Auslieferungen tätigen, im gleichen Zeitraum von 34,8 Prozent auf rund 43 Prozent gestiegen. Den ABDA-Zahlen zufolge hat es insbesondere zu Beginn der Coronavirus-Pandemie eine große Steigerung bei den Botendienst-Zahlen gegeben. Demnach wurden vor der Pandemie insgesamt pro Tag rund 300.000 Botendienste getätigt, nach Beginn der Pandemie stieg diese Zahl dann auf bis zu 450.000 Auslieferungen pro Tag an.

Die Apotheken gaben gegenüber der ABDA auch an, dass insbesondere vulnerable und ältere Personengruppen von den Diensten profitieren. Demnach gaben bei einer Befragung aus dem Jahr rund 68 Prozent der Apotheken an, dass sie mehr chronisch Kranke via Botendienst versorgen. Rund 60 Prozent der Apotheken gaben an, die Botendienste bei mobilitätseingeschränkten Personen ausgeweitet zu haben.

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