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Winter 2025/2026
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4,6 Atemwegserkrankungen pro Kind

In der vergangenen Wintersaison gab es in Deutschland laut dem Robert-Koch-Institut rund 180 Millionen akute Atemwegserkrankungen. Im Schnitt war jedes Kleinkind 4,6-mal betroffen. Wie bereits in der Vorsaison traten die Gipfel der Influenza- und RSV-Wellen nahezu zeitgleich auf. Trotzdem blieb die Krankheitslast insgesamt unter den Werten der beiden Vorsaisons.
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 05.10.2026  15:00 Uhr

Erstmals hat das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Gesamtbetrachtung der akuten respiratorischen Erkrankungen veröffentlicht. Er umfasst unter anderem Influenza, Covid-19 und Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Zwischen der 40. Kalenderwoche (KW) 2025 und der 20. KW 2026 hatten demnach Kleinkinder durchschnittlich 4,6 Atemwegserkrankungen, Erwachsene ab 60 Jahren 1,3.

Akute respiratorische Erkrankungen (ARE) führten zu rund 37 Millionen Arztbesuchen. Der Höhepunkt der Aktivität wurde Ende Januar und Anfang Februar 2026 (KW 5/6) erreicht, mit 7,2 Millionen ARE allein in KW 5. Im stationären Bereich wurden etwa 429.000 schwere akute respiratorische Infektionen (SARI) behandelt; rund 22.700 Patienten starben. Allein in KW 6 kam es zu rund 23.000 SARI-bedingten Hospitalisierungen. Insgesamt stuft das RKI die Wintersaison 2025/26 als moderat ein.

Grippesaison begann früher

Die Grippewelle begann 2025 in der 48. KW und endete 2026 in KW 10. Damit startete sie zwei bis drei Wochen früher als in den beiden Vorjahren. Ihren Höhepunkt erreichte sie in KW 5. Die Influenza-Aktivität blieb insgesamt jedoch geringer als im Vorjahr.

Die Saison wurde nahezu vollständig von Influenza-A-Viren geprägt, insbesondere von A(H3N2)-Viren der Subklade K. In jüngeren Altersgruppen wurden ambulant weniger Influenzafälle diagnostiziert als in der Vorsaison, bei Menschen ab 60 Jahren dagegen mehr. Im stationären Bereich wurden etwa 105.000 Influenza-SARI-Fälle registriert. Knapp 9 Prozent davon wurden auf Intensivstationen behandelt.

Schätzungen zufolge erkrankten rund zwölf Millionen Menschen an Influenza, entsprechend etwa 14 Prozent der Bevölkerung.

Laut Mortalitätssurveillance traten schätzungsweise 16.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza- und RSV-Infektionen auf. Betroffen waren überwiegend Menschen über 85 Jahren. Eine getrennte Zuordnung zu den einzelnen Erregern ist laut RKI nicht möglich.

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