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Bayer 
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2,2 Prozent Umsatzrückgang und langwieriger Glyphosat-Streit

Acht Jahre ist es her, da schluckte Bayer den langjährigen US-Konkurrenten Monsanto. Doch die Rechtsstreitigkeiten zu Glyphosat lasten noch immer schwer auf dem Konzern. Und auch sonst war das vergangene Jahr für Bayer eher durchwachsen. Der Umsatz des Konzerns sank um 2,2 Prozent. 
AutorKontaktdpa
Datum 06.03.2026  12:32 Uhr

Streit über Folgen von Glyphosat

In den US-Klagen führten Kläger Krebserkrankungen auf Glyphosat zurück. Die zur Weltgesundheitsorganisation gehörende Internationale Krebsforschungsagentur hatte den Wirkstoff, der in dem Unkrautvernichter-Produkt Roundup enthalten ist, als »wahrscheinlich krebserregend beim Menschen« eingestuft; andere Einrichtungen der WHO waren anderer Ansicht, und auch europäische Einrichtungen folgten dieser kritischen Einstufung nicht.

»Die Sicherheit von Glyphosat wird von den Regulierungsbehörden eindeutig bestätigt - und zwar in mehr als 50 Ländern, inklusive der USA, Kanada und den Ländern in Europa«, sagte Anderson. Glyphosat sei für Landwirtschaft und Ernährung »essenziell«. »Es hilft dabei, Kohlendioxid im Boden zu halten und sichert Ernten vor Unkräutern.«

Auf die Frage, warum man sich denn überhaupt auf den Vergleich einlasse, wenn man von der Sicherheit des Produktes so überzeugt sei, sagte Anderson, die Rechtsstreitigkeiten könnten sich noch lange hinziehen und die Firma belasten. »Das muss aufhören, die Firma muss vorankommen.«

Personalabbau schreitet voran

In der Bayer-Belegschaft hat die Krise der vergangenen Jahre Spuren hinterlassen. Zum Jahreswechsel hatte der Konzern rund 88.000 Beschäftigte und damit 5000 weniger als ein Jahr zuvor. Als die Einführung einer neuen Organisationsstruktur samt Stellenabbau im Jahr 2023 begann, waren es 100.000 Beschäftigte.

In diesem Jahr soll die neue Organisationsstruktur zu Einsparungen von zwei Milliarden Euro führen, dies im Vergleich zum Jahr 2023. Man habe Bürokratie abgebaut, sagte die Bayer-Personalchefin Heike Prinz. »Bayer ist insgesamt spürbar schlanker, flexibler und effektiver geworden.« Das neue Organisationsmodell, mit dem Hierarchien abgebaut werden, soll die Produktivität des Konzerns deutlich steigern.

Dieses Jahr rechnet Bayer mit einer stabilen Geschäftsentwicklung. Bereinigt um Währungseffekte – also auf Basis der monatlichen Durchschnittskurse des Jahres 2025 – sieht Bayer den Umsatz 2026 bei 45 bis 47 Milliarden Euro und das operative Ergebnis bei 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro – die letztjährigen Werte liegen im Zielkorridor für dieses Jahr.

Gravierende Folgen des Iran-Kriegs auf sein Geschäft muss Bayer nicht fürchten. »Wir sind nicht stark abhängig von Drehkreuzen im Mittleren Osten für unsere Lieferketten, wir sehen also keine Lieferunterbrechungen auf uns zukommen«, sagte Anderson.

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