Flurbiprofen: Manche reagieren überempfindlich |

Unter der Anwendung von Flurbiprofen-haltigen Lutschtabletten und Rachensprays bei Entzündungen und Schmerzen der Rachenschleimhaut kann es zu Hypersensitivitäts-Reaktionen kommen. Daran erinnert die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) anlässlich einer Auswertung von UAW-Meldungen über fünf Jahre. Demnach gab es 53 Fälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen nach Anwendung von Flurbiprofen-haltigen Arzneimitteln. Bei 16 Patienten kam es zu schwerwiegenden Hypersensitivitäts-Reaktionen. Die Reaktionen betrafen in absteigender Häufigkeit die Atemwege, die Haut, den Verdauungstrakt sowie den Kreislauf.
Unter den Betroffenen waren drei Patienten mit Asthma, ein Wespenstich-Allergiker sowie ein Patient mit Heuschnupfen. Die Symptome setzten innerhalb des ersten Behandlungstags ein. Vier Patienten waren über 75 Jahre alt und trugen somit ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Folgen durch die Reaktion, meldet die AMK. Von fünf Fällen ist bekannt, dass sie sich „ohne Schaden erholt“ haben.
Die AMK bittet Apotheker bei der Abgabe von Flurbiprofen-haltigen Arzneimitteln sorgfältig Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen und Patienten über das Risiko von Hypersensitivitäts-Reaktionen zu beraten. Patienten mit bekannter NSAR-Unverträglichkeit sollten Halsschmerzen nicht mit Flurbiprofen behandeln. Cave auch bei älteren Patienten sowie Asthmatikern und Allergikern. (dh)
08.05.2018 l PZ
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