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Multiresistente Keime: USA stellen Aktionsplan vor

 

Die US-Regierung will gegen die «akute und ernsthafte Bedrohung» durch Antibiotika-resistente Bakterien vorgehen. Das Weiße Haus in Washington veröffentlichte jetzt einen Aktionsplan mit fünf Zielen für den Kampf gegen die Erreger. Es sei «aggressives Handeln» gefragt, um die Gefahr zu reduzieren. Die Ausbreitung der Infektionen mit resistenten Erregern solle verlangsamt werden. Dazu müssten Antibiotika in der Humanmedizin und in der Landwirtschaft bedachter eingesetzt werden, damit sich die Wirksamkeitsdauer einzelner Medikamente verlängere. Zudem solle eine mögliche Ausbreitungen der Bakterien besser überwacht werden. Auch will das Weiße Haus bessere Tests entwickeln lassen, um entsprechende Erreger zu erkennen. Abschließend sei die internationale Kooperation bei diesem Thema zu verbessern.

 

Die US-Seuchenbehörde CDC schätzt, dass Antibiotika-resistente Bakterien allein in den USA rund zwei Millionen Mal pro Jahr zu Krankheiten führen und dass 23.000 Menschen dadurch sterben. US-Präsident Barack Obama hoffe, dass sein Aktionsplan bis 2020 umgesetzt werden könne.

 

Auch in Deutschland soll es laut Bericht der «Süddeutschen Zeitung» von vergangener Woche bald einen 10-Punkte-Plan gegen antibiotikaresistente Keime geben. Das Bundesgesundheitsministerium arbeite an einem entsprechenden Gesetzentwurf. Unter anderem soll die Meldepflicht für das Auftreten nosokomialer Infektionen verschärft werden.

 

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30.03.2015 l PZ/dpa

Foto: Fotolia/Lafotografica