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ApoVWG-Stellungnahmen
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Zwischen Versandverbot und Staatsapotheken

Morgen findet die Anhörung zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) im Bundestag statt. Neben der ABDA haben zahlreiche Verbände aus dem Gesundheitswesen Stellungnahmen abgegeben, darunter auch einige Splittergruppen der Apothekerschaft.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 03.03.2026  16:24 Uhr

Die Freie Apothekerschaft (FA) konzentriert sich in ihrer Stellungnahme ebenfalls auf die größten Schmerzpunkte für die Apothekerschaft, die Forderungen decken sich inhaltlich mit denen der ABDA: Honorarerhöhung auf 9,50 Euro, Ablehnung von PTA-Vertretung und Zweigapotheken sowie Ausschluss von Nullretaxationen.

Außerdem sieht die als Einzelsachverständige benannte FA-Vorsitzende Daniela Hänel die vorgesehene anteilige Berechnung der Preise bei Individualrezepturen als unangemessene Benachteiligung der Apotheken. Und der Verein fordert, die »Länderliste« zum Versandhandel zu streichen und durch eine Prüfung der ausländischen Arzneimittelversender durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu ersetzen.

Als weitere Splittergruppe der Berufsvertretung hat der Verein demokratischer Pharmazeutinnen  und Pharmazeuten (VdPP) eine Stellungnahme abgegeben. Der VdPP setzt sich auch für ein höheres Honorar ein und ist gegen eine Umverteilung des Zuschusses für pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) zugunsten des Notdienstfonds. »Gelder für pDL müssen auch für pDL zur Verfügung stehen, und zwar nur für pDL. Versorgungsnotwendige Apotheken müssen anders finanziert werden. Auch eine staatliche Unterstützung wäre aus Sicht des VdPP sinnvoll, um solche Apotheken für die Menschen vor Ort zu erhalten.«

VdPP: Rx-Abgabe ohne Rezept »kritisch«

Zur PTA-Vertretung merkt der VdPP an, dass PTA keine vergleichbare Ausbildung wie Pharmazieingenieure hätten. Ohne entsprechende »Weiterbildungsabschlüsse« sei an eine Vertretung nicht zu denken, dann allerdings könne sie auch in städtischen Gebieten getestet werden, findet der Verein.

Die Prüfung im Rahmen der Weiterbildung sollte aber »vor einer apotheken- und kammerunabhängigen Prüfungskommission vorgesehen werden«. Auch der Bundesverband PTA (BVpta) pocht in seiner Stellungnahme auf eine verpflichtende Weiterqualifikation zu einer »Pharmazie-Assistenz«.

Auf der anderen Seite steht der Verein einer Rx-Abgabe durch Apotheker ohne ärztliches Rezept »grundsätzlich sehr kritisch gegenüber«. Auch die Erweiterung des Impfangebots in Apotheken lehnt der VdPP ab, die PoC-Tests in der Apotheke werden obendrein abgelehnt.

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