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Nordrhein-Westfalen
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Zentrale Rolle von Apotheken in primärer Versorgung

Das Aktionsbündnis Patientenversorgung hat darauf hingewiesen, dass steigende Patientenzahlen weiter qualitativ versorgt werden müssen. Wichtig sei, dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken. Bei der Gesundheitsversorgung spielen Apotheken eine Schlüsselrolle.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 28.01.2025  15:30 Uhr

Kernforderungen des Bündnisses

Das Aktionsbündnis Patientenversorgung hat acht Kernforderungen an die Politik:

  • Steigende Patientenzahlen müssten weiter qualitativ versorgt werden können. Eine qualitätsorientierte medizinisch-pflegerische Leistungserbringung könne unter dem Blickwinkel des Personalmangels nicht erbracht werden. Wenn keine praktikablen Konzepte und die dazu notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden, könne eine flächendeckende ambulante Gesundheitsversorgung mittelfristig nicht sichergestellt werden.
  • Digitalisierung müsse Arbeit erleichtern und Effizienzsteigerung vorantreiben. Digitale Anwendungen müssten sicher sein und so gestaltet werden, dass sie für Praxen, Apotheken und Pflegedienste eine praktikable Ergänzung in der Versorgung darstellen und auch für Patienten zugänglich und leicht anwendbar seien.
  • Die Niederlassung von ärztlichen, zahnärztlichen und physiotherapeutischen Praxen, Apotheken und Pflegediensten müsse gefördert werden. Die medizinischen, pharmazeutischen und pflegerischen Berufe würden nicht nur unter einer eklatanten Mangelsituation leiden, sie seien auch immer weniger attraktiv bei der Berufswahl der jüngeren Bürgerinnen und Bürger. Damit Nachwuchswerbung überzeugen könne, sei eine höhere Wertschätzung, ein stärkeres politisches Engagement und bessere Honorierung der medizinischen, pharmazeutischen, therapeutischen und pflegerischen Berufe unverzichtbar.
  • Versicherungsfremde Leistungen in der Kranken- und Pflegeversicherung dürften nicht aus dem Beitragstopf aller Versicherten finanziert werden.
  • Prävention und Gesundheitsförderung würden chronischen Erkrankungen vorbeugen, Lebensqualität verbessern und die Kosten im Gesundheitssystem senken. Sie würden in die Hand von Fachleuten gehören, die direkt vor Ort für die Menschen da sind und qualitativ hochwertige Maßnahmen sicherstellen.
  • Die enge Vernetzung und Zusammenarbeit in einem heilberuflichen Team von Haus-, Fach- und Zahnärzten, Physiotherapeuten, Apotheken und ambulanten Pflegediensten müsse bei der Transformation unterstützt werden, da sie zur Verbesserung der Qualität und der Reduktion von Kosten in der Gesundheitsversorgung wesentlich beitrage. Überbordende Bürokratie in allen Bereichen der medizinisch-pflegerischen Versorgung binde unnötig Zeit und führe zunehmend zu Abstimmungsschwierigkeiten zwischen den verschiedenen Gesundheitsversorgern. Besonders vor Ort seien transparente und kurze Wege zwischen Arztpraxen, Apotheken und Pflegediensten unverzichtbar für eine sichere und effiziente Patientenversorgung.
  • Die Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung müsse so gestaltet werden, dass Leistungserbringer für medizinische, pflegerische Versorgung und Heilmittel wirtschaftlich handeln können.
  • Die Integration von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland müsse vereinfacht werden.

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