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Neuer Rekord
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Woher kommt die hohe Kaiserschnittrate?

Ein Kaiserschnitt kann das Leben von Mutter und Kind retten. Doch in Deutschland ist die Rate mit 32 Prozent auf Rekordniveau. Nicht jeder Kaiserschnitt ist medizinisch notwendig. Was steckt dahinter?
AutorKontaktdpa
Datum 07.02.2025  09:00 Uhr

Kaiserschnitt schont den Beckenboden

Nachvollziehen kann Henrich auch den Wunsch, den Beckenboden zu schonen: Bei einer natürlichen Geburt mit 40 Jahren liege die Wahrscheinlichkeit eines Beckenbodentraumas bei etwa 20 bis 30 Prozent, sagt er. Das könne unwillkürlichen Urinverlust oder Senkungsbeschwerden bedeuten – »ein Beckenbodentrauma tritt besonders bei großen Kindern auf, bei gewaltvollen vaginal-operativen Geburten und bei älteren Frauen«, sagt Henrich. Gemeint sind etwa Geburten, bei denen eine Saugglocke oder Zange zum Einsatz kommen.

Grundsätzlich betont der Mediziner: »Man sollte besonders bei jüngeren Frauen, bei denen alle Voraussetzungen günstig sind, eine vaginale Geburt empfehlen.« Doch gebe es eben auch Gründe für einen Kaiserschnitt. So oder so, sagt Henrich: »Alle Methoden, alle Geburtswege haben ihre Vor- und ihre Nachteile.«

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