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Medikationsanalyse
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Wo stehen wir und wie geht es weiter?

Medikationsanalysen in der Apotheke steigern die Verordnungsqualität, Adhärenz und Patientenzufriedenheit – das ist wissenschaftlich gut belegt. Wie lässt sich das nun in der Breite umsetzen? Damit hat sich die klinische Pharmazeutin Dr. Dorothee Dartsch beschäftigt.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 07.01.2022  18:00 Uhr
Und die öffentlichen Apotheken selbst?

Und die öffentlichen Apotheken selbst?

»Jeder kann etwas dazu beitragen, dass wir die Medikationsanalyse aufs Gleis bekommen«, ist Dartsch überzeugt. Die Apotheker sollten es sich zutrauen und diese neue Aufgabe für sich reklamieren. Etablierte Apotheker könnten sich in Fortbildungen fit machen, die Frisch-Approbierten sollten ihr Uni-Wissen anwenden und direkt im Training bleiben. Hilfreich wäre, wenn erfahrene Apotheken ihre Best-Practice-Beispiele mehr mit anderen Apotheken teilen würden, zum Beispiel über Erfa-Gruppen oder Fachmedien.

Ohne den politischen Willen für mehr Medikationsmanagement in Apotheken gebe es keine Chance. Doch dieser Wille sei mittlerweile vorhanden durch den pharmazeutisch-medizinischen Fortschritt mit immer teureren und komplexeren Therapieregimen, der demografischen Entwicklung, dem Ärztemangel und mit dem sich verschärfenden Stadt-Land-Gefälle.

Dartsch hält eine Neuausrichtung des Apothekenprofils für nötig. »Wir müssen uns auf die pharmazeutischen Services konzentrieren.«

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