| Daniela Hüttemann |
| 18.02.2026 11:45 Uhr |
Stärkster Einflussfaktor für die benötigte Zeit war die Anzahl der angewendeten Arzneimittel. Die Gesamtzeit für alle dokumentierten Medikationsanalysen betrug mindestens 79,9 Minuten bei einem Patienten mit fünf Medikamenten. »Man sieht, dass es eigentlich nur mit genau fünf Medikamenten innerhalb des angedachten Zeitrahmens von 80 Minuten machbar ist«, so Michel. Jedes weitere Medikament, ob verschreibungspflichtig oder rezeptfrei, verlängerte die Zeit rein rechnerisch um weitere 2,6 Minuten (± 0,5 Minuten).
Bei der durchschnittlichen Zahl von 11,4 Medikamenten kommt es nicht hin. Darüber hinaus war die Zeit für die Patientenaufnahme und die Verwaltung der Termine nicht enthalten. »Daher erforderte der Service zusätzliche unbezahlte Zeit«, so das Fazit der Autorinnen.
»Meiner Ansicht nach ist gerade diese pDL sehr wichtig für eine heilberufliche Ausrichtung«, so Michel zur PZ. »Für die Kolleginnen ist es enorm befriedigend, ihr Fachwissen einzusetzen und den Menschen zu helfen. Auch unsere Zusammenarbeit mit den Ärzten profitiert sehr davon.« Sie hofft daher auf eine bessere Vergütung, insbesondere für Fälle mit vielen Medikamenten.