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Honorarerhöhung
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Wie stehen die Fraktionen zum Fixum? 

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat den Apotheken versprochen, dass die Honorarerhöhung noch per Verordnung umgesetzt wird. Beim »Zukunftskongress öffentliche Apotheke« wurde am Samstag darüber diskutiert, ob ansonsten das Parlament aktiv werden sollte.
AutorAlexander Müller
Datum 22.02.2026  13:44 Uhr
Wie stehen die Fraktionen zum Fixum? 

Teil der politischen Diskussionsrunde beim Zukunftskongress im Gebäude des alten Bundestags in Bonn waren Hendrik Streeck (CDU), Drogenbeauftragter der Bundesregierung, Kathrin Vogler, Landesvorsitzende der Linken in NRW, und ABDA-Präsident Thomas Preis.

Streeck war vor rund einem Jahr im Koalitionsausschuss dabei, hat also über die im Koalitionsvertrag vorgesehene Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro mit verhandelt. Man habe sich mit der SPD darauf geeinigt, dass es keine Reform ohne Anpassung des Honorars geben könne.

Allerdings gebe es »unterschiedliche Herangehensweise von Ministerium und Parlament«, so Streeck mit Verweis auf die Tatsache, dass Warken parallel zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) eine Verordnung auf den Weg gebracht hat. Diese muss nicht durch den Bundestag, sieht aber unter anderem die Verhandlungslösung beim Honorar vor.

»Fatale Verzögerungstaktik« beim Honorar

Vogler kritisierte diese Umgehung des Parlaments als »fatale Verzögerungstaktik«. Die langjährige gesundheitspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag fühlt sich beim aktuellen Reformvorhaben der Regierung erinnert an das unzureichende Lieferengpassgesetz (ALBVVG) von Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) – mit einem Unterschied: »Jetzt haben wir noch nicht einmal 50 Cent«, so Volger. Angesprochen auf Warkens Honorar-Versprechen beim PZ-Talk »Alex‘ Doppelte Dosis«, kommentierte Vogler: »Sie hat gesagt, es kommt, aber es steht nicht in ihrem Gesetzentwurf.«

Streecks Anwurf, wie denn die Linke angesichts der Finanzsituation der Krankenkassen und hohen Sozialabgaben tatsächlich zu einer Honorarerhöhung der Apotheken stehen würde, konnte Vogler leicht kontern: Sie verlas den Antrag der Bundestagsfraktion ihrer Partei. Im Januar hatte die Linke eine Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro sowie eine Dynamisierung gefordert.

Und dann drehte Vogler den Spieß um: »Arbeitet bei Ihnen in der Fraktion denn schon jemand an dem Änderungsantrag zum ApoVWG, der die Honoraranpassung vorsieht?« Streeck bemerkte, dass das Gesetz ja jetzt erst dem Parlament zugeleitet werde. Der Parlamentarische Staatssekretär im BMG, Georg Kippels, hatte bei seinem Grußwort die Option ins Spiel gebracht, die Erhöhung vorläufig aus dem Topf für pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) zu finanzieren.

ABDA-Präsident Thomas Preis, als Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein (AVNR) auch Gastgeber des Zukunftskongresses, reißt allmählich der Geduldsfaden. Die Apotheken befänden sich »in einer Warteschleife, die so nicht mehr hinnehmbar ist«. Er verwies auf die »Schießungswelle von historischem Ausmaß«.

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