Innerhalb der ersten drei Tage ist Vorsicht geboten. Für die gereizten Stellen empfiehlt Martin Ullner eine weiche Zahnbürste. Bis die Schwellung abheilt, hilft auch eine Mundspülung aus der Apotheke nach dem Essen. Sie hält die Wunde sauber und kann Entzündungen vorbeugen. »Die anderen Zähne sollte man normal pflegen, da eine saubere Mundhöhle die Heilung fördert«, so der Chirurg.
Mit Sport sollte man sich eine Weile zurückhalten. »Direkt nach der OP Sport zu machen, treibt nur unnötig den Blutdruck hoch. Und die Erschütterungen beim Laufen verstärken den Schmerz«, sagt Christoph Benz. Deswegen sollte man mindestens zwei Tage pausieren. »War die OP komplizierter, sollte man sich länger schonen.« Das gelte vor allem, wenn genäht werden musste.
In den meisten Fällen verläuft die Heilung problemlos. Doch manchmal entwickeln sich Komplikationen. »Nehmen die Schmerzen oder die Kieferklemme über mehr als drei Tagen zu oder treten diese verzögert nach mehreren beschwerdearmen Tagen mit zunehmenden Schluckbeschwerden oder einem Druckschmerz im Unterkiefer und Halsbereich auf, sollte man den behandelnden Arzt kontaktieren«, empfiehlt Ullner. Auch ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Fieber sei ein Alarmsignal für eine Infektion.
In seltenen Fällen kommt es nach der OP zu sehr starken Einschränkungen des Allgemeinbefindens. Der Patient fühlt sich krank, ist nicht mehr belastbar oder kann alltägliche Dinge nicht selbstständig erledigen. »Dann sollte eine stationäre Einrichtung zur Abklärung aufgesucht werden.«