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Versorgungsforschung
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Wie helfen pflanzliche Arzneimittel dem Patienten am besten?

Pflanzliche Arzneimittel sind beliebt, oft wird jedoch eine mangelnde Evidenz aus klinischen Studien bemängelt. Wie erreicht man hier eine bestmögliche Versorgung der Patienten? Mit dieser Frage befasst sich eine neue Stiftungsprofessur.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 26.10.2021  17:00 Uhr

Den Patienten hinter den Leitlinien und Apps sehen

Eingerahmt wurde die Antrittsvorlesung von Frau Prof. Bachmeier durch zwei weitere Vorträge. Zur Problematik einer technikbasierten Adhärenzförderung zeichnete Professor Dr. Martin Schulz, Geschäftsführer Arzneimittel bei der ABDA und Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK), ein ernüchterndes Bild. Zudem sprach Professorin Dr. Marjan van den Akker, die Leiterin Arbeitsbereich Multimedikation und Versorgungsforschung am Institut für Allgemeinmedizin an der Goethe-Universität, über die Probleme der Multimedikation und nannte Lösungsvorschläge.

Für die Patientengruppe der multimorbiden Patienten sei unkritisches Handeln entlang einer Vielzahl von Leitlinien, die Handlungsoptionen für Teilprobleme der Patienten vorgeben, ebenso keine erfolgversprechende Option wie generell das bloße Aufladen einer vielleicht technisch gut gemachten App auf das mobile Endgerät eines Patienten, resümierten beide Referenten. Um die Versorgung deutlich zu verbessern, sei unter anderem eine viel stärkere, durch verschiedene Heilberufe assistierte Einbindung der Patienten in Entscheidungsprozesse für Therapieoptionen erforderlich.

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