Zahnärzte erkennen die typischen Zahnschäden sofort. Oft sind sie die ersten, die auf eine Essstörung aufmerksam werden, noch bevor therapeutische Hilfe in Anspruch genommen wird, heißt es von Prodente. Sie können auf eine potenziell notwendige therapeutische Begleitung hinweisen oder anonyme Hilfsangebote wie die Telefonberatung bei Essstörungen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) oder die Beratungsstelle von ANAD vermitteln.
»Viele Patientinnen suchen erst aufgrund der Schäden an ihren Zähnen nach Hilfe«, erklärt Deschner. »Zahnmedizin kann früh warnen, aber die Ursache ist immer die psychische Erkrankung. Eine professionelle Therapie kann diesen gefährlichen Kreislauf durchbrechen.«