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Magen-Darm-Tag 2020
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Wenn das Schlucken Probleme macht

Wenn jemand kaum einen Bissen herunterbekommt, können dahinter verschiedenste Ursachen stecken – die muss ein Facharzt abklären, bevor die passende Therapie gestartet werden kann.
AutorKontaktChristiane Berg
Datum 06.11.2020  13:00 Uhr
Was macht der Arzt bei Schluckstörungen?

Was macht der Arzt bei Schluckstörungen?

Nach ausführlicher Anamnese werde dieser in den meisten Fällen eine Speiseröhren- und Magenspiegelung durchführen, um der Ursache der Beschwerden auf die Spur zu kommen. Gegebenenfalls könnten sich weitere Untersuchungen, wie beispielsweise endoskopische Ultraschalluntersuchungen, eine Ösophagus-Manometrie, also Speiseröhrendruckmessung mittels Katheter, oder eine pH-Metrie/Impedanzmessung als Diagnoseverfahren der gastroösophagealen Refluxkrankheit anschließen.

Bei tumorbedingten oder entzündlichen Engstellen in der Speiseröhre könnten endoskopische Eingriffe mittels Laser oder Koagulationsverfahren bis hin zu Operationen wie der Peroralen Endoskopischen Myotomie (POEM) unter Einsatz minimal-invasiver Technik unumgänglich werden.

In der nicht kausalen, sondern lediglich symptomatischen medikamentösen Therapie von Schluckstörungen seien bei einer Kontraktionsschwäche der Speiseröhre gegebenenfalls Prokinetika angezeigt. Bei Spasmen der Speiseröhre hingegen hätten Spasmolytika ihre Berechtigung. Schluckstörungen, die mit dem Rückfluss von saurem Magensaft in die Speiseröhre zusammenhängen, sprächen gut auf die übliche Säureblocker-Therapie an, zum Beispiel mit Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI).

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