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Welt-Krebs-Tag
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Weltweit mehr als ein Drittel aller Krebsfälle vermeidbar

Ein großer Teil der Krebserkrankungen weltweit ist vermeidbar – das zeigt die bislang umfangreichste Analyse ihrer Art. In Deutschland ist eine Ursache führend.
Autordpa
Datum 03.02.2026  17:00 Uhr
Weltweit mehr als ein Drittel aller Krebsfälle vermeidbar

Fast 40 Prozent aller Krebserkrankungen weltweit gehen auf vermeidbare Ursachen zurück. Das ergibt eine aufwendige Analyse globaler Daten zu Krebsfällen und Risikofaktoren. Demnach waren Rauchen, Alkoholkonsum und Infektionen 2022 die häufigsten solchen Ursachen. Bei Frauen sind global etwa 30 Prozent aller Krebserkrankungen vermeidbar, bei Männern sogar gut 45 Prozent. Insgesamt sind es rund 38 Prozent, wie eine Gruppe um Isabelle Soerjomataram von der Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) in Lyon im Fachmagazin »Nature Medicine« berichtet.

»Dies ist die erste globale Analyse, die aufzeigt, wie hoch das Krebsrisiko durch vermeidbare Ursachen ist«, sagt Co-Autor André Ilbawi, Leiter des Teams der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Krebsbekämpfung. Neu im Vergleich zu ähnlichen Studien für einzelne Länder und Weltregionen ist zudem die Aufnahme von Infektionen als Krebsursache. Am bekanntesten sind hier Gebärmutterhalskrebs, der vor allem durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst wird, und Magenkrebs, verursacht häufig durch das Bakterium Helicobacter pylori.

Die Forschenden nutzten weltweite Datenbanken, um die Krebsneuerkrankungen 2022 mit womöglich auslösenden Faktoren in Verbindung zu bringen.

Die Situation in Deutschland

In Deutschland gehen demnach bei Frauen 30 Prozent und bei Männern gut 39 Prozent auf vermeidbare Faktoren zurück. Allein auf Rauchen sind hierzulande bei Frauen mehr als 12 Prozent, bei Männern sogar mehr als 23 Prozent der Krebsneuerkrankungen zurückzuführen. Weitere wichtige Ursachen sind Alkoholkonsum (Frauen 3,3 Prozent; Männer 4,9 Prozent), ein hoher Body-Mass-Index (Frauen 6,4 Prozent; Männer 3,5 Prozent), UV-Strahlung (Frauen 3,2 Prozent; Männer 3,7 Prozent) und Infektionen (Frauen 5,6 Prozent; Männer 4,2 Prozent).

Bei den berufsbedingten Risiken – etwa Kontakt zu krebserregenden Stoffen – liegen Männer in Deutschland mit 5,8 Prozent deutlich vor Frauen mit 1,6 Prozent. Zu wenig Bewegung und Luftverschmutzung spielen hingegen der Analyse zufolge hierzulande nur eine geringe Rolle.

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