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Bindung und Vertrauen
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Welches Tier eignet sich für die Therapie?

Tiergestützte Therapien kommen etwa bei Depressionen, Angststörungen oder Stresssymptomen zum Einsatz. Worauf man bei Anbietern achten sollte, erklärt die Professorin für Heilpädagogik Andrea Beetz.
AutorKontaktPZ
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Datum 25.02.2026  11:30 Uhr
Welches Tier eignet sich für die Therapie?

In tiergestützten Therapien kommen häufig Hunde und Pferde zum Einsatz. Aber auch Esel, Alpakas und Lamas können bei tiergestützten Interventionen unterstützen. Es gibt nicht zuletzt Angebote mit Ziegen, Schafen oder Schweinen, zum Beispiel auf Bauernhöfen.

Grundvoraussetzung ist die Einhaltung von Tierschutzrichtlinien. Auch ethische Aspekte spielen beim Einsatz in Therapiesettings eine Rolle. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbunds sind etwa kleine Heimtiere wie Kaninchen und Meerschweinchen nicht für die Therapie geeignet. Zumindest, wenn es darum geht, sie anzufassen und nicht nur zu beobachten. Hebt man Kaninchen oder Meerschweinchen hoch, ist das für die Tiere meist purer Stress.

Was ist eine tiergestützte Therapie?

Grundsätzlich versteht man unter einer tiergestützten Therapie eine geplante und zielgerichtete therapeutische Maßnahme, bei der speziell ausgebildete Tiere fester Bestandteil der Behandlung sind. Qualifizierte Fachkräfte – etwa aus der Psychotherapie, Ergotherapie oder Physiotherapie – führen sie durch und verfolgen damit konkrete, dokumentierte Therapieziele.

Der Begriff »tiergestützte Therapie« ist zwar rechtlich nicht geschützt, fachlich jedoch etwa durch Fachverbände definiert. Übergeordnet spricht man von »tiergestützten Interventionen«. Dazu zählen neben der Therapie auch pädagogische Angebote und tiergestützte Aktivitäten, bei denen Tiere etwa in Schulen oder Pflegeeinrichtungen kommen – ohne dass eine therapeutische Behandlung im engeren Sinne stattfindet.

Positive Effekte bei Angst, Autismus und Demenz

Viele Menschen empfinden den Kontakt mit Tieren in einer Therapie als unterstützend. Wissenschaftliche Studien liefern Hinweise darauf, dass sich im Rahmen tiergestützter Therapie zum Beispiel Verbesserungen bei Depressionen, Angststörungen oder Stresssymptomen beobachten lassen. Auch bei Autismus oder Demenz gibt es Studien, die darauf hindeuten, dass Tiere helfen können, mehr Ruhe zu finden, die Stimmung zu stabilisieren oder soziale Kontakte zu erleichtern.

Studien erklären die positiven Effekte unter anderem mit der Wirkung von Hormonen. Studien zeigen, dass Menschen im Kontakt mit Tieren – etwa beim Streicheln – das Hormon Oxytocin ausschütten. Das Hormon steht mit Bindung, Vertrauen und Stressreduktion in Verbindung.

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