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Forschungslücke Frau
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Weibliche Körper unterrepräsentiert

Chirurgie-Scheren, Medikamente, Schutzausrüstung, Sportschuhe – oft gilt der männliche Körper als Standard. Das kann die Gesundheit von Frauen gefährden. Experten fordern daher mehr Sensibilität in Wissenschaft und Innovation.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 28.10.2025  13:30 Uhr

Phase I-Studien fehlen Vorgaben

Und Medikamente, die für Männer und Frauen zugelassen werden sollen, müssen auch an beiden Geschlechtern erprobt werden, wie Rolf Hömke vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) erklärt. So gelte ab Phase II die Vorgabe der Zulassungsbehörden, dass das Zahlenverhältnis der Probanden möglichst dem Verhältnis der Betroffenen in der Bevölkerung entsprechen solle. In der ersten Phase jedoch seien keine Vorgaben zum Verhältnis der teilnehmenden Männer und Frauen bekannt.

In frühen Phasen der Studien seien Frauen in Arzneimittelstudien nach wie vor unterrepräsentiert, erzählt Muntean. »Infolgedessen ist die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen unerwünschte Arzneimittelwirkungen erleben um bis zu 70 Prozent höher.«

Ein weiteres Beispiel sei die Menopause: »Erstaunliche 99 Prozent der Studien zur Langlebigkeit berücksichtigen die Menopause nicht – was bedeutet, dass die Physiologie der Hälfte der Bevölkerung in der Alterungsforschung im Wesentlichen fehlt.«

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