Ernährung, Bewegung, Schlaf, Medikamente, Begleiterkrankungen und psychosoziale Faktoren sind alles wichtige Stellschrauben. Ökotrophologin Theresia Schoppe vom VDBD erklärt, wie Personen Lebensstilveränderungen umsetzen und erhalten können. »Eine stockende Gewichtsabnahme ist nicht automatisch ein Zeichen fehlender Disziplin. Ziele, Tempo und Therapie müssen realistisch geplant und fachlich begleitet werden – ohne Menschen zu überfordern oder zu demotivieren.«
Für die Beratung bedeute das: »Wir müssen genau hinschauen, welche Behandlung zu Stoffwechsel, Alltag, Begleiterkrankungen und Lebenssituation eines Menschen passt – ohne alleinige Fixierung auf den Body-Mass-Index.«
Die Beratung bei Adipositas müsse mehr leisten als pauschale Empfehlungen, findet der Verband. Dabei müssen Fachkräfte Gewichtsverlauf, Ernährungsmuster, Bewegung und die Alltagssituation gemeinsam betrachten. Auch Begleiterkrankungen und deren Medikation – besonders Diabetes – müssen in die Beratung einbezogen werden.