| dpa |
| PZ |
| 04.02.2026 10:50 Uhr |
Tuberkulose manifestiert sich laut RKI in etwa drei Viertel der Fälle als Lungentuberkulose. Klassische Symptome sind länger bestehender Husten, Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsverlust. Die Erkrankung kann aber jedes Organ betreffen.
Eine frühzeitige Diagnose mit umgehend eingeleiteter Therapie sowie die Untersuchung infektionsgefährdeter Personen im Umfeld sind daher wichtig, um Infektionsketten zu erkennen und zu unterbrechen, wie das RKI in seinem Bericht zur Epidemiologie der Tuberkulose in Deutschland für 2024 schrieb. Deshalb werden nun mögliche Kontaktpersonen im Umfeld des Kita-Kindes in Südbrandenburg getestet.
Bei Verdacht auf Tuberkulose erfolgt in der Regel eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes und der Lunge sowie eine Untersuchung des Auswurfs.
Eine wirksame Impfung, die eine Erkrankung oder Ansteckung verhindert, gibt es nicht. Tuberkulose wird mit einer Kombination mehrerer Medikamente behandelt und ist in der Regel heilbar. Weltweit ist sie aber noch immer die häufigste zum Tode führende bakterielle Infektionskrankheit – jedes Jahr sterben 1,5 Mllionen Menschen daran. Die Therapie mit Antibiotika dauert nach Darstellung von Medizinern etwa sechs Monate.
In der Regel wird die Behandlung einer Tuberkulose im Krankenhaus begonnen. Patienten werden in einem Einzelzimmer isoliert untergebracht, bis kein Ansteckungsrisiko für andere mehr vorliegt – »was meist schon nach wenigen Wochen wirksamer Therapie der Fall ist«, wie das Kompetenzzentrum schildert. Für Kontakte zu anderen Menschen ist Mund-Nasen-Schutz wichtig.