Der Winter stellt auch die Augen vor Herausforderungen. Mit ein paar Tipps und Tricks kann man man einer gestörten Benetzung der Augenoberfläche jedoch entgegenwirken. / © Adobe Stock/Janeberry
Gereizte Augen, gerade jetzt im Winter: Da können viele aus eigener Erfahrung mitreden. Warum spielen die Augen bei vielen in der kalten Zeit des Jahres verrückt, was bringt Linderung? Und wie machen sich trockene Augen bemerkbar?
»Die Augen jucken oder brennen, sind gerötet und gereizt – und manchmal sieht man auch etwas unscharf«, beschreibt der Augenarzt Dr. Seleman Bedar die typischen Symptome trockener Augen. Mitunter tränen sie auch, weshalb Betroffene oft der festen Überzeugung sind: Trockenheit kann hier nicht das Problem sein.
Doch, kann es. Ein näherer Blick auf den Tränenfilm zeigt: Diese dünne Feuchtigkeitsschicht befeuchtet und schützt die Horn- und Bindehaut des Auges. Indem wir blinzeln, verteilen wir den Tränenfilm. Er besteht dabei längst nicht nur aus Wasser, sondern beispielsweise auch aus Fetten, die dafür sorgen, dass er langsamer verdunstet.
Dieses Zusammenspiel kann aus verschiedenen Gründen aus dem Gleichgewicht geraten – dann verflüchtigt sich die Feuchtigkeit auf dem Auge schneller. »Wenn die Zusammensetzung des Tränenfilms nicht stimmt, entstehen trockene Augen – selbst dann, wenn eigentlich genug Tränen vorhanden sind«, sagt Bedar, ärztlicher Leiter des OGS Augenzentrums Siegburg. Dazu kommt: Trockene Augen reagieren empfindlicher auf Reize von außen – und tränen somit oftmals schneller.
Es gibt Erkrankungen, die oftmals mit Augentrockenheit im Gepäck kommen – dazu zählen Diabetes, Rheuma oder Schilddrüsenerkrankungen.
Trockene Augen kommen zudem mit zunehmendem Alter häufiger vor. Und: »Frauen sind hormonell bedingt häufiger betroffen – insbesondere in den Wechseljahren«, so Bedar. Aber auch das Tragen von Kontaktlinsen über Jahre hinweg kann den Tränenfilm schwächen und zu trockenen Augen führen.
Der Augenarzt nennt drei Dinge, die im Winter Einfluss auf unsere Augen nehmen: