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Bei komplexer Anwendung
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Warnung vor falschen Dosierangaben im Medikationsplan

Beim Einlesen des bundeseinheitlichen Medikationsplans in das Praxisverwaltungssystem kann es zu einer fehlerhaften Übertragung der Dosierangaben kommen, warnt aktuell die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ihre Mitglieder und gibt Hinweise, was Ärzte beachten müssen. Apotheker sollten Dosierangaben bei Arzneimitteln mit nicht täglicher Dosierung im Medikationsplan am besten überprüfen und den Patienten noch einmal darauf hinweisen.
AutorKontaktPZ
Datum 10.02.2025  12:18 Uhr

Jede Methotrexat-Verordnung überprüfen

Bis auf Weiteres empfiehlt die DGRh allen Ärztinnen und Ärzten und dem medizinischen Fachpersonal:

  • Die Funktionalität der verwendeten Klinik- oder Praxissoftware sowie die Übertragungsgenauigkeit von Medikationsplänen sorgfältig zu überprüfen.
  • Bei der Verordnung von Methotrexat die Dosierungsangaben bis auf Weiteres stets manuell zu kontrollieren.
  • Festgestellte Fehler umgehend an das zuständige Softwareunternehmen, das für das Krankenhaus- oder Praxis-Informationssystem (KIS/PVS) verantwortlich ist, zu melden.
  • Patientinnen und Patienten aktiv über das Problem zu informieren und sie auf die Dringlichkeit der korrekten Dosierung von Methotrexat (einmal wöchentlich) hinzuweisen.

Apothekerinnen und Apotheker werden hier zwar nicht ausdrücklich adressiert, doch empfiehlt es sich, wenn ein Patient einen Medikationsplan vorliegt, diesen auf die korrekte Darstellung der Dosierung zu überprüfen und den Patienten explizit noch einmal auf das korrekte Anwendungsschema hinzuweisen.

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