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Explodierende GKV-Ausgaben 
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Warken will schnellere Reformen

Der starke Anstieg der GKV-Ausgaben alarmiert auch die Bundesregierung. Eigentlich sollte eine Expertenkommission in Ruhe Reformvorschläge erarbeiten und diese erst 2027 vorstellen. Jetzt soll es laut Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) deutlich schneller gehen. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 05.09.2025  15:32 Uhr

Apotheken-Reform ist eingepreist

Bei allen Sparzwängen der Krankenkassen – die Regierung hat den Apotheken im Koalitionsvertrag die dringend erforderliche Honoraranpassung versprochen. Und es deutet auch nichts darauf hin, dass sich Ministerin Warken daran nicht halten würde. Eckpunkte ihrer Reform will sie beim Deutschen Apothekertag am 16. September vorstellen. Im Koalitionsvertrag ist neben der einmaligen Erhöhung vorgesehen, dass die Apothekerschaft künftig direkt mit den Krankenkassen über die Honoraranpassungen verhandeln soll. Spätestens dann wären geordnete Finanzverhältnisse in der GKV wünschenswert.

Auch andere Branchenteilnehmer haben die aktuellen GKV-Zahlen ausgewertet. Und der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) weißt eilig darauf hin, dass die Arzneimittelausgaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um unterdurchschnittliche 6 Prozent gestiegen seien. »Die GKV hat kein Pharma-Problem«, so der Verband. VFA-Präsident Han Steutel erneuerte die Forderung, dass versicherungsfremde über den Bundeshaushalt finanziert werden müssten, nicht über die Beiträge der Versicherten.

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