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AOK-Präventionsgipfel
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Warken will mehr Prävention in Apotheken 

Auf dem ersten Deutschen Präventionsgipfel in Berlin, organisiert von der Krankenkasse AOK, sprach sich Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sich für mehr Prävention in Apotheken und für eine Präventionsstrategie aus.  
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 05.03.2026  16:24 Uhr
Warken gibt »Absage« zu Werbebegrenzungen

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»Es kann keine Anstrengung zu viel sein, um beim Thema Prävention weiterzukommen. Wir wollen unser Gesundheitssystem langfristig und nachhaltig auf solide Pfeiler stellen«, sagte sie und fügte hinzu: »Angesichts der demografischen Entwicklung müssen wir jetzt handeln.« 

Ungesunde Ernährung, Alkoholkonsum und Bewegungsmangel begünstigen Krankheiten wie Krebs, Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. »Wir müssen das Gesundheitssystem fit für die Zukunft aufstellen«, so Warken. Denn im internationalen Vergleich steht Deutschland schlecht da. So sei es zwar an erster Stelle bei den Gesundheitsausgaben, aber unter dem EU-Mittelwert, was die Lebenserwartung angehe.

Alkohol- und Tabakkonsum sowie der Konsum zuckerhaltiger Lebensmittel könnten durch eine Begrenzung der Werbung eingeschränkt werden. Das ließe sich aber nicht allein vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) und allein im Sozialrecht umsetzen. »Da ist es in der Kommunikation ein sehr schmaler Grat. Man muss aufpassen und darf nicht den Anschein erwecken, bevormunden zu wollen«, sagte Warken.

Warken sprach auch über das Thema Gesundheitskompetenz. Informationen zu diesem Thema würden das Netz überfluten. Dabei falle es den Menschen schwer, seriöse von unseriösen Informationen zu unterscheiden. Auch KI-generierte Inhalte sieht die Ministerin kritisch. Viele Menschen fänden sich im System nicht zurecht. »Das belastet die Ressourcen des Gesundheitssystems und führt zu überfüllten Notaufnahmen der Krankenhäuser. Wir müssen die Struktur verändern.« Dabei soll das Primärversorgungssystem helfen. Es soll eine Ersteinschätzung per App, Telefon oder in der Hausarztpraxis geben.

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