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Ministerin beim PZ-Livetalk
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Warken verspricht 9,50 Euro

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will sich an den Koalitionsvertrag halten und die darin verankerte Fixumserhöhung auf 9,50 Euro umsetzen. Beim neuen PZ-Livetalk »Alex’ Doppelte Dosis« sagte die Ministerin, dass sie sich an die Ankündigung im schwarz-roten Koalitionsvertrag gebunden fühle. 
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 28.01.2026  14:00 Uhr

Für Frauengesundheit sensibilisieren

Auch beim Thema Frauengesundheit, das der Ministerin am Herzen liegt, sieht sie die Apotheken am Zug. Es müsse für das Thema sensibilisiert werden, so Warken, die auch Vorsitzende der Frauen Union ist. Themen wie Wechseljahre müssten offen angesprochen werden. Hier seien Apotheken bereits engagiert, wusste die Ministerin. Viel Nachholbedarf gebe es auch in der gynäkologischen Fachausbildung – hier komme etwa Endometriose gar nicht vor, das sei »schon erstaunlich«. Es brauche mehr Öffentlichkeit für das Thema – auch, um mehr Versorgungsforschung anzustoßen.

Die Ministerin gab auch Privates preis – was zum Konzept von »Alex’ Doppelte Dosis« gehört. Neben einem politischen Interview soll es auch um den Menschen hinter der Position gehen. Müller fragte also nach der Person Nina Warken und die Ministerin plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen.

Verriet etwa, dass sie als Kind zu Fasching das Kostüm ihres Cousins auftragen musste, aber lieber Prinzessin gewesen wäre. Dass sie gern Sportjournalistin geworden wäre, was ihre Eltern aber »abwegig« fanden. Es wurde dann Jura. An den Duft des Apfelstreuselkuchens ihrer Oma erinnert sie sich gern zurück – und auch ans »Schlosscafé« in Tauberbischofsheim, das ihre Anlaufstelle zu Teenagerzeiten war. »Wir hatten auch mal eine Disco« – und Warken war eher im Team Nirvana als Fan der Backstreet Boys, wofür es beim Livetalk Applaus gab.

Grünkern statt Currywurst

Im Berliner Politikbetrieb echte Freunde zu finden, nannte Warken eine positive, überraschende Erfahrung. Berührt sei sie zuletzt auch bei einem Ortstermin auf einer Kinderintensivstation gewesen, vom Schicksal einer Familie, deren Baby mit einem Herzfehler zur Welt gekommen war, auch vom Engagement der Klinikteams in Tübingen.

Im Kreuzfeuer der Blitzfragen zum Ende des Events schlug Warken sich locker – und entschied sich für Grünkernküchle statt Currywurst, Poker statt Schach, Doppel statt Einzel oder Wandern statt Strandurlaub. Und ganz klar: vor Ort statt Versand.

Als »Extradosis« gab es im Anschluss noch eine erste Einschätzung des Ministerinnenbesuchs. ABDA-Präsident Thomas Preis wertete die Honoraraussage als die entscheidende. »Da fühlen wir uns abgeholt.« Man werde die Haltung und die Pläne der Ministerin unterstützen, sie müsse diese ja ihrerseits in der Fraktion durchsetzen.

Mark Böhm, CEO des Event-Partners Noventi, sah im Nachgang Früchte der politischen Arbeit der Standesvertretung. Dass die Ministerin sich in einem so kleinen Kreis zeige und zu Gesprächen bereit sei, verdeutliche, dass Dialog nun wieder möglich sei. »Jetzt kommen auch klare Zusagen, das macht doch so einen Abend aus«, so Böhm.

 

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