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PZ-Nachgefragt auf der Expopharm
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Von Frauengesundheit bis Fortbildungspflicht

Auch in diesem Jahr lädt die PZ zu Diskussionen über aktuelle und teils kontroverse Themen wie Trends in der Cannabis-Politik, Genderpharmazie und Fortbildungspflicht ein, aber auch zu praktischen Dingen wie KI in der Apotheke und ePA-Pflicht sowie neuen Geschäftsmodellen für Apotheken.
AutorKontaktPZ
Datum 08.08.2025  07:00 Uhr

Medizinalcannabis wurde bereits 2017 legalisiert, doch die Patienten beklagten lange eine Unterversorgung. Ärzte stehen seitdem zwischen mangelnder Evidenz, hohem Leidensdruck vieler Patienten und dem Erschleichen von Rezepten zu Konsumzwecken. Seit April 2024 ist Cannabis nun auch zum Freizeitgebrauch freigegeben, es gibt jedoch immer noch keinen großflächigen, geregelten Zugang. Damit weichen viele Nutzer auf Telemedizin-Plattformen und den Internethandel aus. Dem soll nun gesetzlich ein Riegel vorgeschoben werden.

Was ist da los? Hat die Cannabis-Community überzogen? Und welche Folgen hätte dies für ein Arzneimittel pflanzlichen Ursprungs, das zweifelsfrei pharmakologisch aktiv ist? Darüber diskutiert PZ-Senior-Editor Professor Dr. Theo Dingermann unter anderem mit der Geschäftsführerin des Verbands Cannabis versorgender Apotheken und einem Rechtsanwalt.

Braucht es eine verschärfte Fortbildungspflicht?

Berufspolitisch umstritten ist auch, ob wir eine verschärfte Fortbildungspflicht brauchen. Zwar besteht auf dem Papier eine Fortbildungspflicht für Apothekerinnen und Apotheker. Wer sich wie häufig fortbildet, wird jedoch derzeit nur in Mecklenburg-Vorpommern kontrolliert.

Im Februar forderten die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft und die Stiftung für Arzneimittelsicherheit in einem gemeinsamen Statement, die Fortbildungspflicht konsequenter um- und durchzusetzen. Was spricht dafür und was dagegen? Wie könnten die Apothekerkammern das umsetzen? Sollte ein gültiges Fortbildungszertifikat Voraussetzung dafür sein, bestimmte Leistungen anbieten zu dürfen? Oder sollten säumige Pharmazeuten gar sanktioniert werden? Das fragt PZ-Redakteurin Daniela Hüttemann den BAK-Präsidenten Dr. Armin Hoffmann sowie Vertreterinnen und Vertreter von Kammern, DPhG und der Stiftung für Arzneimittelsicherheit.

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