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Pharmschool-Symposium
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Volkskrankheiten im Mittelpunkt

Anlässlich des 19. Pharmschool-Symposiums versammelte der PharmaCampus der Universität Münster am 16. Juni 2023 Vertreter aus Forschung, Lehre und Wirtschaft. Erstmals wurden auch bundesweit Mitglieder der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) eingeladen. Unter dem Thema »Volkskrankheiten« stellten sechs Studierendengruppen dem Fachpublikum ihre Forschungsergebnisse der letzten vier Semester vor.
AutorKontaktCharlotta Struncius und Richard Schlüter
Datum 06.07.2023  07:00 Uhr

Das seit mehr als zehn Jahren in Münster begleitend zum regulären Studienbetrieb im Hauptstudium durchgeführte Projekt Pharmschool bietet Studierenden die Möglichkeit, pharmazeutische Forschung mit eigenen kreativen Ansätzen zu erleben. Ziel ist es, die pharmazeutischen Disziplinen Chemie, Biologie, Technologie, Pharmakologie und Klinische Pharmazie besser zu verknüpfen.

Nach der Symposiumseröffnung durch die moderierende Semestersprecherin Annika Leibelt und den Semestersprecher Simon Weckop richtete Professor Dr. Klaus Langer als Sprecher der Pharmschool das Wort an das Auditorium. Er machte deutlich, dass die wesentlichen Aspekte der geplanten Novellierung der Approbationsordnung in der Pharmschool bereits Anwendung finden. So werde die interprofessionelle Zusammenarbeit mit der Medizin in Form von Patientenfällen in der Klinischen Pharmazie und die Abschlussarbeit in Form des Symposiums umgesetzt.

Stellvertretend für die Apothekerkammer Westfalen-Lippe betonte Dr. Oliver Schwalbe die einzigartige Möglichkeit, erworbene Soft Skills zu präsentieren und einen akademischen Austausch zwischen Studierenden und Apothekern zu schaffen. Für die Regionalgruppe Westfalen-Lippe der DPhG schloss sich Dr. Anna Junker ihren Vorrednern an und fügte hinzu, dass die Pharmschool Einblicke in den Arbeitsalltag der Forschung gewährt. 

Vielfältige Ergebnisse

Was die nachfolgenden Semester für ihre Projekte erwarten dürfen, verkündete Dr. Stefan Esch, Koordinator der Pharmschool, stolz. Zukünftig könne im Technologielabor zur Entwicklung innovativer Arzneiformen ein 3D-Drucker und ein Schmelzextruder für Polymere genutzt werden. Aus der Perspektive des Abschlusssemesters skizzierte Marie-Sophie Linde den Alltag der Studierenden und hob die hohe Arbeitsbelastung im Studium, die enge Verbundenheit und Hilfsbereitschaft innerhalb des Semesters hervor.

Dann präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse. Der erste Vortrag befasste sich mit dem Einfluss von Knoblauchextrakt auf das Mikrobiom des Gastrointestinaltraktes. Um Wechselwirkungen bei der oralen Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten zu vermeiden, haben weitere Studierende in situ-Gel-Implantate mit dem Wirkstoff L-Thyroxin entwickelt. Sie wurden mit dem Vortragspreis ausgezeichnet.

Zwei Gruppen befassten sich mit der Medikationsanalyse. Die Gruppen »Adipositas/Hypercholesterinämie« und »Migräne/Kopfschmerzen« deckten Arzneimittelinteraktionen auf und präsentierten Optimierungsvorschläge.

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