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WIP-Analyse
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Vier Mal mehr Originale für PKV-Patienten

Eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) zeigt, dass bei Privatversicherten 20,8 Prozent der verordneten Arzneimittel patentgeschützte Präparate sind, während in der GKV dieser Anteil 6,5 Prozent beträgt.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 19.12.2023  14:30 Uhr

Die Private Krankenversicherung erstattet ihren Versicherten anteilig vier Mal mehr patentgeschützte Arzneimittel als die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), wie das WIP berichtet. Bei älteren Medikamenten – nach Ablauf des Patentschutzes – griffen Privatversicherte zunehmend auch auf Generika zurück.

Der Generika-Anteil in der PKV ist von 66,1 Prozent (2018) auf 71,8 Prozent (2021) gewachsen. Hier zeige sich auch die Wirkung der 2019 geänderten Aut-Idem-Regelung, wonach Privatversicherte auf freiwilliger Basis ein Generikum wählen können. Der Generika-Anteil der Privatversicherten bleibt jedoch weiterhin deutlich unter dem Niveau der GKV mit 83,8 Prozent (2021).

Der überproportionale Mehrumsatz der Privatversicherten beträgt im Arzneimittelsektor 590 Millionen Euro (2021). Positiver Effekt aus Sicht des WIP: Die PKV beteilige sich überdurchschnittlich an den Forschungs- und Entwicklungskosten der Pharmahersteller.

Die Datengrundlage der Studie bilden Arzneimittelabrechnungsdaten der Jahre 2019-2021, die 83 Prozent der Privatversicherten repräsentieren.

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