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FDP-Wahlprogramm
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Vergütung »ungekürzt« und »leistungsgerecht«

Im Wahlprogramm der FDP kommen Apotheken nicht vor. Die Partei bekennt sich aber zu Freien Berufen und einer starken ambulanten Versorgung. Auch zu Honoraren äußern sich die Liberalen. Wer Gesundheitsvorsorge betreibt, soll finanziell profitieren. Viele Kassenleistungen sollen auf den Prüfstand. 
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 17.12.2024  11:00 Uhr

Gesundheits-Apps, Telemedizin und Wearables

Die Liberalen setzen auch bei der Gesundheitsvorsorge auf Eigeninitiative. Diese soll sich auszahlen. So verspricht die FDP: »Wer Vorsorge betreibt, verursacht dadurch weniger Ausgaben für seine Krankenkasse. Deshalb wollen wir den Krankenkassen ermöglichen, für diese Versicherten einen reduzierten Zusatzbeitrag einzuführen.« Bei ihrer »aktiven Präventionsstrategie« setzt die FDP voll auf Digitalisierung, etwa mit Hilfe von Gesundheits-Apps, Telemedizin und Wearables.

Den Pharmastandort Deutschland will die FDP laut Programm stärken, benennt aber keine konkreten Strategien. Ziel sei, »Patientinnen und Patienten in Deutschland frühzeitig Zugang zu nutzbringenden und innovativen Arzneimitteln erhalten«. 

Dafür müsse die Gesundheitswirtschaft »zukunftsorientiert, digitalisiert und wettbewerbsfähig« agieren können. Damit Medikamente schneller auf den Markt kommen, sollen Zulassungsverfahren beschleunigt, die Regeln der Nutzenbewertung und der Preisverhandlungen überprüft und bürokratische Hürden abgebaut werden. Das Ganze solle aber nicht auf Kosten der Patientensicherheit gehen.

Post-Ampel-Bekenntnis zur Cannabislegalisierung

Für die noch von der Ampel beschlossene Teillegalisierung von Cannabis tritt die Partei weiterhin ein. »Bei Cannabis haben wir bereits einen entscheidenden ersten Schritt gemacht, der hilft, den Schwarzmarkt einzudämmen und zugleich Qualität und Jugendschutz zu sichern. Wir halten deshalb an der Cannabis-Legalisierung fest.«

Bei der Vorstellung der FDP-Wahlkampagne vorige Woche hatten Gesundheitsthemen keine Rolle gespielt. Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Andrew Ullmann, hatte im Nachgang gegenüber der PZ betont, dass die Thematik für die FDP weiterhin von Bedeutung sei.

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