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Parkinson
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US-Zulassung für Tavapadon

Tavapadon, ein selektiver Agonist der Dopaminrezeptoren 1 und 5, ist seit Kurzem in den USA zur Behandlung von Menschen mit Parkinson zugelassen. Es kann sowohl als Monotherapie als auch als Add-on zu Levodopa eingesetzt werden.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 14.10.2026  12:00 Uhr

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat den Dopaminrezeptor-Agonisten Tavapadon zur Behandlung von Menschen mit Parkinson zugelassen. Das teilte der Antragsteller Abbvie kürzlich in einer Pressemitteilung mit. Der Arzneistoff wirkt selektiv an den Subtypen D1 und D5. Das Unternehmen plant, das Präparat Juvmo™ in diesem Monat auf dem US-amerikanischen Markt einzuführen.

Grundlage für die Zulassung waren die Phase-III-Studien TEMPO 1 bis 3. Darin wurde Tavapadon bei Parkinsonpatienten im frühen Stadium als Monotherapie sowie bei fortgeschrittener Erkrankung als Zusatz zu einer Levodopa-Therapie untersucht. Als Monotherapie reduzierte der D1/D5-Agonist motorische Symptome signifikant stärker als Placebo, und zwar im Mittel um 11,5 beziehungsweise 12,1 Skalenpunkte auf der Parkinsonskala »MDS‑UPDRS« (bei einer Dosierung von 5 mg beziehungsweise 15 mg). Auch als Add-on zu Levodopa konnte Tavapadon überzeugen. So verringerte der Wirkstoff den zeitlichen Anteil der Phasen mit motorischen Fluktuationen trotz stabiler Levodopa-Dosis (»Off-Time«) um durchschnittlich 1,9 Stunden pro Tag.

Auch das Sicherheitsprofil erwies sich als günstig; die meisten Nebenwirkungen fielen mild bis moderat aus. Am häufigsten wurde etwa über Übelkeit und Schwindel berichtet. In der Fachinformation wird außerdem darauf hingewiesen, dass unter anderem Hypotonie, impulsives Verhalten und Impulskontrollstörungen, Halluzinationen, psychoseähnliche Symptome sowie Dyskinesien auftreten können.

Juvmo™ wird in Form von Tabletten mit den Wirkstärken 5 mg, 10 mg und 15 mg erhältlich sein. Für die anfängliche Dosistitration stehen außerdem Packungen mit 0,25-mg sowie 1-mg-Tabletten zur Verfügung. Laut Fachinformation wird die Dosis während der ersten 40 Behandlungstage nach einem festgelegten Schema auftitriert, beginnend mit 0,25 mg täglich. Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 5 mg einmal täglich und kann bei Bedarf auf 10 mg beziehungsweise 15 mg, die Maximaldosis, erhöht werden – auch jeweils als Einzelgabe.

»Die Zulassung stellt den ersten bedeutenden dopaminergen Fortschritt in der Behandlung des Morbus Parkinson seit Jahrzehnten dar«, kommentiert Dr. Roopal Thakkar, Executive Vice President Research & Development und Chief Scientific Officer von Abbvie, in der Pressemitteilung des Unternehmens. Menschen mit Parkinson und ihre behandelnden Ärzte müssten seit langer Zeit schwierige Abwägungen zwischen motorischer Symptomkontrolle, Therapielast und Verträglichkeit treffen. »Mit Juvmo steht nun eine neue Behandlungsoption zur Verfügung, die auf andere Weise in die dopaminergen Signalwege eingreift und die mit selektiven D2/D3-Dopaminagonisten verbundenen Zielkonflikte verringern kann.«

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