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Vom Branchenriesen zur Insolvenz
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US-Apothekenkette Rite Aid stellt Betrieb ein

Am 6. Oktober schloss der US-Apothekenkonzern Rite Aid seine letzte Filiale. Im Mai 2025 hatte das Unternehmen zum zweiten Mal innerhalb von weniger als zwei Jahren Insolvenz angemeldet. Auch andere Apothekenketten kämpfen ums Überleben.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 08.10.2025  13:30 Uhr
USA: »Beispielloser Rückgang der Verfügbarkeit von Apotheken«

USA: »Beispielloser Rückgang der Verfügbarkeit von Apotheken«

Die Zahl der Apothekenschließungen steigen in den USA seit vielen Jahren kontinuierlich. Wie eine Untersuchung der University of Southern California (USC) und der University of California Berkeley zeigt, mussten in den USA zwischen 2010 und 2021 fast 30 Prozent der Apotheken, das sind etwa 26.000 Geschäfte, schließen. Laut der Studienautoren sei dies ein »beispielloser Rückgang der Verfügbarkeit von Apotheken in den USA«. Seit 2021 setze sich der Trend fort, auch große Kettenapotheken wie Walgreens, CVS und Rite Aid hätten in den vergangenen drei Jahren Hunderte von Geschäften geschlossen.

CVS gab im November 2021 bekannt, dass es bis 2024 weitere 900 Filialen schließen werde, nachdem es zwischen 2018 und 2020 bereits 244 Filialen geschlossen hatte. Der ehemalige CEO von Walgreens, Tim Wentworth, hatte dem Wall Street Journal im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass etwa 25 Prozent der Filialen nicht profitabel seien, und das Unternehmen kündigte im Oktober 2024 an, dass es 1.200 Filialen schließen werde. Im Mai 2025 wurde bekannt, dass das US-Justizministerium die Apothekenketten CVS und Walgreens sowie Dutzende ihrer Tochtergesellschaften verklagt haben, weil sie die Opioid-Epidemie gefördert hätten.

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