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Selbstmedikation
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Unterstützung beim Rauchstopp

Von heute auf morgen und anhaltend mit dem Rauchen aufzuhören, gelingt nur wenigen auf Anhieb. Viele benötigen mehrere Anläufe. Im Rahmen der Selbstmedikation können Nikotinersatz-Präparate die Umstellung auf eine rauchfreie Zukunft unterstützen.
AutorKontaktMaria Pues
Datum 05.01.2022  18:00 Uhr

Sich rauchfrei belohnen 

Beim Einsatz von Nikotin-Kaugummis sollten die Anwender beachten, langsam über 30 Minuten zu kauen und dabei die Seite der Mundhöhle nach wenigen Kaubewegungen immer wieder zu wechseln. Auf diese Weise wird der Wirkstoff in der vorgesehenen Geschwindigkeit abgegeben und kann von der Mundschleimhaut resorbiert werden. Auch Lutschtabletten sollten regelmäßig in der Mundhöhle hin- und her bewegt werden. Sie dürfen weder zerkaut oder geschluckt werden. Beim Inhaler lässt sich die aufgenommene Nikotin-Dosis bei der Anwendung regulieren, etwa indem tiefer inhaliert oder nur »gepafft« wird, wobei bei Letzterem der Wirkstoff eher über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Für alle Nikotinersatz-Präparate gilt: Sie dürfen nicht in die Hände von Kindern gelangen, da Nikotin bei kleinen Kindern zu schweren Vergiftungen führen kann.

Verhaltensänderungen bilden den zweiten wichtigen Aspekt beim Rauchstopp. Sie dienen dazu, die erlernte Verbindung zwischen bestimmten Gelegenheiten und dem mitunter automatischen Griff zur Zigarette wieder zu verlernen. Ein Kaffee oder ein Glas Wein ohne Zigarette, das Warten auf den Bus ohne Zigarette, ein stressiger Tag ohne Zigarette erscheinen manchem anfangs unvorstellbar. In einem ersten Schritt kann es helfen, seine Auslöser für das Rauchverlangen zu identifizieren und zu meiden beziehungsweise zu entschärfen. Auch rauchfreie Belohnungen oder alternative Möglichkeiten zur Entspannung können hierbei helfen.

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