Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Wettbewerbszentrale
-
Unlautere Kassen, nimmermüde Apotheken

Die Wettbewerbszentrale beanstandet immer öfter unlautere Werbung im Gesundheitsmarkt. Dazu gehören nach Einschätzung der Rechtsanwälte insbesondere Siegel, Rankings und Auszeichnungen, denen häufig ein solide Grundlage mit objektiven und nachprüfbaren Kriterien fehle. Vorne mit dabei: die Krankenkassen.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 21.11.2023  14:30 Uhr

Werbung für Schönheitsoperationen

Hart umkämpft ist zudem der Markt für Schönheitsoperationen, zu denen die Anwälte der Wettbewerbszentrale im laufenden Jahr 70 Anfragen und Beschwerden erhalten haben. Häufig geht es dabei um Vorher-Nachher-Bilder etwa zu Brustvergrößerungen oder Nasenkorrekturen, die über Social Media verbreitet werden. Nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG) sind derartige Abbildungen verboten, um keine Anreize für medizinisch nicht notwendige Behandlungen zu setzen. In mehreren Verfahren geht es nun um die Rechtsfrage, ob Faltenunterspritzungen operative Eingriffe im Sinne des Gesetzes sind und daher nicht mit derartigen Bildern beworben werden dürften.

Die angeblich »beste Haarklinik Deutschlands« und »Deutschlands beste neurologische Klinikgruppe« verzichteten auf die selbstgewählten Prädikate, nachdem die Wettbewerbszentrale mit Klagen gedroht hatte. Die Juristen gehen auch gegen ein Ärzte-Ranking vor, wobei die Gerichte in dieser Frage noch nicht rechtskräftig entschieden haben.

Mehr von Avoxa