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Verengte Halsschlagader
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Unbedingt Kontrolluntersuchungen wahrnehmen

In Deutschland leben circa eine Million Menschen mit einer mehr als 50-prozentigen Carotis-Stenose, also einer Halsschlagader, die stark durch Kalkablagerungen verengt ist. Das erhöht ihr Risiko für eine Hirnschädigung immens. Wann reichen Medikamente, wann muss operiert werden? Dazu gibt es eine neue Leitlinie.
AutorKontaktChristiane Berg
Datum 28.08.2020  12:00 Uhr
OPs und Vorsorge nicht auf die lange Bank schieben

OPs und Vorsorge nicht auf die lange Bank schieben

Wird eine Operation unumgänglich, so kann laut Adili jeder Patient darauf vertrauen, dass diese Interventionen heute als sicher gelten, sofern der Gefäßchirurg über eine entsprechende Expertise verfügt.

Werden die Ergebnisse der Carotis-Operationen gesetzesgemäß registriert und in jährlichen Qualitätsberichten aufgeführt, so darf die Komplikationsrate des Chirurgen bei entsprechenden operativen Eingriffen maximal 4 Prozent betragen. In Deutschland sind circa 100 bis 120 Kliniken als Gefäßzentren zertifiziert und auf der Homepage der DGG unter dem entsprechenden Stichwort alphabetisch nach Ort aufgelistet.

Genau wie anstehende Operationen sollten die bei Carotis-Stenose notwendigen regelmäßigen Kontrolluntersuchungen auch in Zeiten von Corona unbedingt wahrgenommen werden. Die Termine, so Adili, dürfen keinesfalls auf die lange Bank geschoben werden – allemal, da die Angst vor einer Covid-19-Infektion in den auch hygienetechnisch gut organisierten Krankenhäusern unbegründet sei. »Bleibt die Carotis-Stenose unbehandelt, drohen schwere Komplikationen«, warnt der Gefäßmediziner.

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